Hendrik Rost

Der Pilot in der Libelle

Gedichte
Cover: Der Pilot in der Libelle
Wallstein Verlag, Göttingen 2010
ISBN 9783835306202
Gebunden, 111 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

In bewegenden Bildern und in einer Sprache, die dem Klang der Dinge angelehnt ist, betrachtet der Autor den Alltag aus der Mitte des Lebens: Phänomene teils in extremer Nahaufnahme, teils aus der Warte dessen, der um die Unterschiede zwischen Wahrnehmen und Begreifen weiß. So finden Geburt und Vergänglichkeit ihren selbstverständlichen Platz. Der Blick auf Kreatur, Werk und Erleben geht über den Einzelnen hinaus und wird Überlieferung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2010

Das ist doch Buchhaltung! Eigentlich handelt sich ja um einen Gedichtband. Allerdings will Wiebke Porombka partout nichts Lyrisches entdecken in Hendrik Rosts viertem Lyrikbuch. Weder begegnen ihr Musikalität, Witz, unversehens sich öffnende Sinnebenen oder grammatikalische oder semantische Überraschungen, Geheimnisse auch nicht. Ach je, und sprachlich erscheint ihr alles so ohne Spannkraft. Wie das lyrische Ich sich in den Texten allenthalben ins Unumgängliche fügt, soll sich der Leser wohl fügen in diese Schlaffheit. Doch nicht mit Porombka. Autsch.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2010

Gut gefallen hat Martin Zingg dieser neue Gedichtband von Hendrik Rost. Er sieht in vielen Gedichten die Frage thematisiert, was die Menschen antreibt und was die Erinnerung mit uns anstellt. Rost betrachte alltägliche Erfahrungen "wie durch ein Brennglas", "Gedanken-Moleküle" entstehen, die der Rezensent erstaunlich fand. Lobend äußert er sich zudem über die Vielfalt der lyrischen Formen, mit denen Rost "wie nebenbei das lyrische Sprechen an sich" verhandle.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.03.2010

Mit zwei Lyrikbänden beschäftigt sich Andreas Wirthensohn und entdeckt in ihnen Alltagsnähe und Lust am Spielen mit traditionellen Formen. In seinem fünften Gedichtband nimmt Hendrik Rost Alltagssituationen oder -beobachtungen zum Ausgangspunkt für metaphysische Reflexionen, stellt der Rezensent fest. Ihm ist zudem aufgefallen, wie häufig Tiere, vom Hund bis zur Stubenfliege, den Ausgangspunkt seiner Gedichte bilden. Melancholie grundiert die Texte und eine Distanz des lyrischen Ich gegenüber seiner Umgebung ist allenthalben zu spüren, fällt dem Rezensenten noch auf, den dieser Band davon überzeugt, dass Rost mit seinem "Glauben an die wirklichkeitsstiftende Kraft der Poesie" weiterhin produktiv sein wird.

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