Grundlegend überarbeitete und erweiterte Neuausgabe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2000
Das Wort "Volk", das den Gegenstand der Völkerkunde selbst bezeichnet, ist das erste, mit dem sich Markus Wolf in seiner Besprechung dieses kompakten Nachschlagewerks beschäftigt. Zunächst hat es nur "viele" bezeichnet, und erst als es mehrere, voneinander unterscheidbare "viele" gab, die sich durch "Gewohnheit und Sitte (Ethos)" unterschieden, wurde es kompliziert zu definieren, wer oder was ein Volk (Ethnos) ist. Noch komplizierter und Teil der Geschichte der Völkerkunde selbst und ihrer Ideologie ist die Frage, ob die Selbstbezeichnung eines Volkes ihr adäquater Name ist, da ihre Bezeichnung durch andere in der Regel pejorativ ist; Markus zitiert hier das Beispiel der Deutschen, deren russische Bezeichnung "Njemcy" die Stummen bedeutet oder die Äthiopier, deren aus griechischer Sicht stammender Name "verbrannte Gesichter" heißt. Alles das findet man in der erweiterten Neuausgabe des "Hirschberg", den Wolf als "handliches Nachschlagewerk" und "solide Bestandsaufnahme" ethnografischer Forschung beurteilt.
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