Die Zweifel daran, ob der Wille zur Reform bei den Autoherstellern überhaupt vorhanden ist und die Industrie den versprochenen Transfer der Antriebsformen oder gar die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote schafft, mehren sich. Um in der Mobilität der Zukunft zu überleben, müssen sich die Unternehmen komplett neu erfinden. Aber dies gelingt der Branche wohl nicht von selbst. Veränderte politische Rahmenbedingungen, neue Bündnisse und die Konsumenten werden die Unternehmen zu ihrem Glück zwingen müssen. "Taumelnde Giganten. Gelingt der Autoindustrie die Neuerfindung?" zeigt, welche Weichen gestellt werden müssen, um die Wende doch noch zu schaffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.03.2018
Felix Ekardt gefällt der historische Abriss, in dem die Verkehrswissenschaftler Weert Canzler und Andreas Knie die Erfolgsgeschichte des Autos in Deutschland rekapitulieren und zeigen, wie Autokonzerne so groß werden konnten. Wenn die Autoren den Druck thematisieren, der neuerdings auf den Konzernen lastet, vermisst Ekardt allerdings den Hinweis auf die tatsächlichen Absatzzahlen. Noch nie gab es so viele Autos wie heute, meint er. Dass die Ziele der Verkehrswende im Buch gleichfalls unterbelichtet bleiben, versteht er nicht.
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