Werner Berg, Christine Lavant

Christine Lavant, Werner Berg: Über fallenden Sternen

Der Briefwechsel
Cover: Christine Lavant, Werner Berg: Über fallenden Sternen
Wallstein Verlag, Göttingen 2024
ISBN 9783835356283
Gebunden, 1088 Seiten, 46,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Harald Scheicher und Brigitte Strasser. Mit einem Nachwort von Harald Scheicher. Die schicksalhafte Liebesbeziehung zwischen Christine Lavant und Werner Berg in den Jahren 1950 bis 1955 fand in Hunderten von Briefen ihren Niederschlag. Die Briefe dokumentieren eine existenzielle künstlerische Verbindung jenseits aller Konventionen, die beide Künstler wiederholt bis an den Rand des tödlichen Zusammenbrechens forderte. Nach der Trennung verstummte Christine Lavant als Dichterin. Die vollständige Edition der jahrzehntelang gesperrten Briefe lässt Höhen glücklichen Gefühlsüberschwangs und Abgründe der Verzweiflung nachfühlen und stellt allein aufgrund des enormen Umfangs und der kein Tabu scheuenden Offenheit fraglos eine Sensation dar. Die Briefe geben Einblick in Träume und Hoffnungen, Aufschwünge und Abstürze, Glück und Verzweiflung zweier besonderer Menschen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.12.2024

Rezensent Tobias Lehmkuhl wirkt etwas erschlagen von der überbordenden Liebe und Leidenschaft, die ihm aus dem Briefwechsel zwischen Christine Lavant und Werner Berg entgegenschwappt. Nachdem sich die Dichterin und der Maler 1950 in Österreich kennengelernt hatten, beide verheiratet, begann eine kurze, aber intensive Liebesbeziehung, von denen die Briefe Zeugnis ablegen. Dabei gehe es ganz viel um den wohl vor allem für Lavant, die bis dahin Jungfrau war, überwältigenden Sex zwischen den beiden, und um die endlose Tiefe der Liebe, aber eben sonst auch kaum um anderes - für den Kritiker eine irrwitzige Mischung als "Blümchensex und Dirty Talk", darin aber etwas eintönig und "nur sehr dosiert goutierbar". Sprachlich spannend findet er trotzdem vor allem Lavants Briefe, gegen deren "spielerisch-ornamentale sprachliche Freiheit" Bergs etwas altbackener Ton nicht recht ankomme.

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