Mit dem alten Kinderspiel als Leitfaden, das überall in der Welt von Kindern gespielt zu werden scheint, aber auch die Extreme aufzeigt, zwischen denen sich ihr Schicksal abspielt, zieht der Autor Bilanz: Was um 1975 begann - Kinder als Opfer der Krisengebiete dieser Welt finden Aufnahme in den von Hermann Gmeiner gegründeten SOS-Kinderdörfern - und was heute aus ihnen geworden ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2002
Der Journalist Werner Meyer hat bei seinen Reportagen in Kriegs- und Krisengebieten viele Kinder getroffen; ungewöhnlich ist, dass er ihre Schicksale über die Jahre hinweg weiterverfolgt hat. Davon berichtet dieses Buch. Es geht um Kinder aus den verschiedensten Weltgegenden, von Äthiopien bis Vietnam, Meyer erzählt Geschichten, die Hoffnung machen. Die in den SOS-Kinderdörfern herangewachsenen Kriegswaisen sind mittlerweile vielfach "Ärzte, Krankenschwestern oder Wasserwirtschafts-Ingenieure". Meyer berichtet von einer Orthopädie-Station in Eriwan, die er mit Hilfe von Spenden aufbauen konnte, und die bisher mehr als 1000 amputierte Kinder behandelt hat. Das Buch bietet Zeitungsartikel, die die Einordnung der Geschehnisse erleichtern und ein Abschlusskapitel über Hermann Gmeiner, den Gründer der SOS-Kinderdörfer. Herausgekommen ist, so Bettina Pflüger, ein "kleines, ehrliches Buch über Kinder, die den Glauben an das Leben wiedergefunden haben."
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