Der Kontinent findet keine Ruhe. Er driftet von Krise zu Krise. Zweifel an der Handlungsfähigkeit und Legitimation der Europäischen Union dominieren das allgemeine Bild. Die große Mehrheit der Europäer bekundet, dass man das alles nicht versteht. Die Orientierungslosigkeit ist zum eigentlichen Kern des Problems geworden. Die Baustelle Europa benötigt also nichts dringender als eine geistige Ordnung. Werner Weidenfeld gibt eine klare Antwort auf die Fragen und liefert mit dem Buch die leicht verständliche und strategische Antwort.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2014
Werner Weidenfeld rollt in "Europa" die Debatte der vergangenen Jahrzehnte noch einmal auf, berichtet Jürgen Elvert und fasst sie ungefähr so zusammen: Die europäische Integration sei an das Streben nach einer normativen Vorstellung gebunden, die von den Führungen der Nationalstaaten nicht genügend exponiert werde, während zusätzlich das Demokratie-Defizit zu einer Legitimationskrise führe. Weidenfeld schlägt also vor, die normativen Besonderheiten der Europäischen Union stärker zu betonen, wie es schon ein zwanzig Jahre altes Papier von Schäuble und Lamers forderte, erinnert sich Elvert, nur will Weidenfeld die Regierungen hierbei stärker in die Verantwortung nehmen, so der Rezensent.
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