Herausgegeben von Hans-Josef Wagner. Die Studien "Plan einer vergleichenden Anthropologie" (1795) und "Theorie der Menschenkenntnis" (1797) nehmen in Humboldts Gesamtwerk eine wichtige Stellung ein. Sie sind der erste Versuch, die Anthropologie in Form einer vergleichenden Anthropologie umfassend zu konzeptualisieren und ihr den Status einer Wissenschaft zuzuerkennen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Am frappierendsten erscheint Rezensent Andreas Flitner der Kontrast zwischen Humboldts Gedanken zur Pädagogik und der Weigerung des Herausgebers Hans-Josef Wagner, sich in seinem Einleitungsessay an sie zu halten. In Humboldts Konzept seien "Denken und Sprechen", präziser Wortgebrauch und die Abschaffung alles Mechanischen die zentralen Fundamente der Bildung, der Lernende solle demnach immer das volle und deutliche Bewusstsein haben, was er in jedem Augenblick hört, sagt oder tut, umreißt Flitner Humboldts Gedanken. Ein solch selbständiges Lernen gestehe Wagner seinen Leser jedoch nicht zu, kritisiert Flitner. Seine Einleitung halte sich nicht damit auf, Charakter und Duktus des schwierigen Originaltextes zu erschließen, Begriffe zu erläutern oder Verständnishilfen zu geben. Stattdessen seien die darin ausgeführten Interpretationen selbst zwar nicht unklug, jedoch schwer verständlich, und über und über mit Wissenschaftstheorie gespickt.
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