Aus dem Englischen von Elisabeth Schnack. Die Wiederentdeckung einer großen amerikanischen Klassikerin geht weiter: In "Schatten auf dem Fels" wendet sich Willa Cather der faszinierenden Wildnis Kanadas zu. Mit berührender Anteilnahme und literarischem Feingefühl erzählt sie von einer französischen Einwandererfamilie, die auf dem "Grauen Fels" erst heimisch werden muss.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.2009
Quebec sehen und sterben? Tilman Spreckelsen zieht es vor, Willa Cather zu lesen. Nicht nur dass ihr Buch im Quebec des 17. Jahrhunderts spielt, auch die Überraschungsfreiheit der Geschichte, deren Inhalt und einzigen Zweck Spreckelsen in der Stadt selbst erkennt, findet er sehr angenehm. Dagegen ein Jahr im Leben einer Apothekerstochter zu folgen, hat Spreckelsen überhaupt nichts. Im Gegenteil, dieser Welt überlässt er sich bereitwillig und zieht aus der feingezeichneten Siedlungsgeschichte, der allerdings Wind und Natur viel wichtiger sind als politische oder historische Details und gut konturierte Figuren, durchaus Spannung. Für das ein oder andere dennoch auftauchende historische Detail nutzt Spreckelsen dankbar den Anmerkungsteil.
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