Aus dem Amerikanischen von Richard Heinz und Peter Robert. Das Netz ist allgegenwärtig, der Cyberspace zu einer zweiten Realität geworden, bestimmt von KIs und hart umkämpft von riesigen Firmenkomplexen, Hackern und Kriminellen. Ein Raum, der ungeahnte Möglichkeiten bietet, aber auch ein Ort, an dem das Gesetz des Stärkeren gilt und an dem Ethik und Moral längst überkommene Begriffe sind ... Nach einem fehlgeschlagenen Auftrag scheinen sich für den jungen Hacker Case die Träume erstmal erledigt zu haben. Sein Nervensystem ist beschädigt und der Zugang zum Cyberspace damit unmöglich. Aussichten auf Heilung scheint es erstmal keine zu geben, doch da kommt Case zu einem neuen Auftrag, einem, der das Blatt wenden soll. Die Frage ist nur, für wen ...
Das Tollste an William Gibsons 1984 begonnener Trilogie ist für Rezensentin Julia Schröder, dass die drei Romane nichts von ihrer Spannung verloren haben. Das liegt für sie unter anderem daran, dass Gibson nicht einfach in futuristischen Kulissen schwelgt, sondern seinen Text mit quasi zeitlosen Themen und Anachronismen anreichert, Münzfernsprecher etwa, und so eine herrlich rätselhafte "Großmetapher" für den Cyberspace liefert, die sich vom Leser prima immer wieder neu erweitern und ergänzen lässt. Das Ganze kommt Schröder denn auch wie ein nicht endender Traum vor, ohne eindeutige Botschaft, dafür mit jeder Menge Action, Tricks und elektrischen Schafen.
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