Aus dem kanadischen Englisch von Anke Caroline Burger. Zwei Frauen, eine Liebe, unzählige BeziehungsmöglichkeitenWas wäre, wenn wir die Geschichte eines Paares immer und immer wieder erleben könnten? Bei Myriam und Allison ist das so: Sie verlieben sich, aber ihre Geschichte ist immer eine andere. Sie werden Eltern oder schreiben einen Bestseller, sie streiten sich oder verfallen in Sprachlosigkeit. Welchen Weg sie auch einschlagen, immer begegnen ihnen die vielen Versprechungen und Gefahren der Liebe.
Nicht rundum glücklich wird Rezensentin Dina Netz mit Myriam Lacroix' Debütroman, der aus derselben Ausgangssituation - im Zentrum stehen Myriam und Allison, ein lesbisches Paar - acht verschiedene Episoden spinnt. Deren erste ist die beste, findet Netz, in ihr finden die beiden ein Baby und wollen es aufziehen, was zu allerlei Verwicklungen führt, die zwar nicht realistisch, aber in liebenswürdiger Manier aufgelöst werden. Insgesamt gefällt das Buch der Rezensentin da besser, wo es einigermaßen lebensnah bleibt und die beiden Hauptfiguren zum Beispiel versuchen, ihr Leben gemäß ihrer Ratgeberbuchlektüre umzugestalten. Wenn Myriam und Allison hingegen zu Kannibalinnen mutieren oder andere Thriller-Elemente in das Buch hereinbrechen, hat Netz den Eindruck, dass Lacroix ihren Figuren zu wenig vertraut.
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