Aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben von Rainer G. Schmidt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2007
Als faszinierenden Autor, den es nicht nur hierzulande auch nach hundert Jahren noch zu entdecken gilt, preist Hans Christoph Buch den in England geborenen und in englischer Sprache schreibenden argentinischen Nationaldichter W.H. - für William Henry beziehungsweise Guillermo Enrique - Hudson. Hudson war Ernest Hemingways erklärter "Lieblingsautor", ein großer Vogelbeobachter, nach dem fachsprach-lateinisch auch der Weißflankendunkeltyrann (thaeotriccus hudsoni) benannt wurde. "Großartig" findet Buch die in diesem Band versammelten Erzählungen, denen es weder an Tiefe noch an Spannung fehlt, die sich aber auch lesen, als hätte "das raschelnde Laub" sie geschrieben und nicht irgendein Autor. Der Mensch tritt darin auf als von Trieben gesteuertes Wesen, was zwar "vulgärdarwinistisch" klingt (und wohl auch gemeint ist) - dennoch müsse man sich Hudson nicht als dem Rassismus, sondern einem ganz eigenen "Schamanismus" zuneigend vorstellen. Gewiss seien die Texte ihrer Zeit verhaftet, meint Buch - aber wie sie sie zugleich transzendieren, das beweise eben die ganze Meisterschaft ihres Autors.
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