Wolf von Lojewski gehört zu einer Generation, die den Krieg noch erlebte, in einer geteilten Welt heranwuchs und auch nach dem Fall der Mauer mehr Fragen als Antworten vor sich sieht. Eine Jugend zwischen Wirtschaftswunder und Studentenrevolte, Reisen und Neugier bewegen Lojewski dazu, dem Vorbild seines Vaters zu folgen und Journalist zu werden. Von 1971 an berichtet er während der Vietnam- und Watergate-Jahre für die ARD aus Washington und wird Moderator von "Weltspiegel" und "Tagesthemen". 1982 zieht er in Margaret Thatchers Großbritannien, und 1987 verschlägt es ihn erneut nach Washington. Er berichtet über die Ära Reagan sowie seines Nachfolgers Bush und die sich merklich wandelnde Welt. Als von Lojewski zum ZDF wechselt und die Leitung des "heute journal" übernimmt, sind die Deutschen bereits vereint.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.12.2001
Die Lektüre der Erinnerungen der beiden Journalisten Jürgen Engert, "Mein Gott Berlin" und Wolf von Lojewski, "Live dabei" sei eine große Freude, verspricht Haug von Kuenheim - und spricht ihnen im Übrigen seine Bewunderung für ihren Lebens- und Berufsweg und vor allem für ihre Bescheidenheit aus. Wolf von Lojewski, derzeit Moderator des "heute journals", nimmt den Leser in seinem Buch mit auf eine Reise, verspricht Haug von Kuenheim. Denn von Lojewski, 1936 in Berlin geboren, ist in seinem Leben als Reporter viel herumgekommen, hat viele Persönlichkeiten getroffen und viel erlebt, berichtet der Rezensent. Seine Erinnerungen seien mit großer Leichtigkeit geschrieben, ohne oberflächlich zu sein, mit viel Fairness und ohne Werturteil. "Herrlich altmodisch", begeistert sich Kuenheim und lobt Lojewski dafür, dass er sich nie als Weltverbesserer aufgespielt habe.
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