Was wäre, wenn das Kochen als einer der alltäglichsten Vorgänge der Schlüssel zu unserer Kultur, Politik und Geschichte ist? In seinem Buch jenseits der Fastfood-Literatur zeigt Wolfgang Brenner, wie eng das Kochen mit der Entstehung des Menschen und der Ordnung unserer Gesellschaft verwoben ist. Von der ersten Feuerstelle bis zur veganen Gegenwart führt er durch Jahrtausende, in denen Kochen nicht nur nährte, sondern zugleich Welt erschuf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2026
Schlecht zusammengemixt findet Rezensent Jakob Strobel y Serra Wolfgang Brenners Kulturgeschichte des Kochens. Der Journalist verspreche einen "erfrischenden Perspektivwechsel", liefere dann aber über weite Strecken ein "Nachkochen alter Bekanntheiten", schimpft der Kritiker. Statt große Linien zu ziehen, verliere sich Brenner in Anekdoten: Wir erfahren, wie römische Priester tafelten, nicht aber, welchen Anteil die Kochkunst am Erfolg der römischen Zivilisation hatte. Der erste deutsche Fernsehkoch Wilmenrod bekomme mehr Platz als alle Spitzenköche zusammen, und manche Thesen seien schlicht kühn, wie zum Beispiel, dass das Kochen nach dem Wirtschaftswunder seinen "Freizeitcharakter" verloren habe, so Strobel y Serra. Da schreibe man lieber seine eigene Kochgeschichte, so der wenig angetane Rezensent.
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