Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.10.2003
Schon in seinen bisherigen Büchern hat sich der Bregenzer Japanologe, erklärt der Rezensent mit dem Kürzel "whm.", mit den Schattenseiten und Randgruppen der japanischen Gesellschaft beschäftigt. Im neuesten Buch werde jedoch das wissenschaftliche "Besteck" oft zur Seite gelegt und direkt von den Erlebnissen berichtet, die der Autor bei der Begleitung und Beobachtung seiner Protagonisten - Prostituierte, Kriminelle, Taglöhner - hatte. Niemals gerät er dabei, freut sich der Rezensent, "in die Falle des Voyeurismus" - so wird das Buch nicht nur zur überzeugenden wissenschaftlichen Arbeit, sondern auch zum "mit Leidenschaft und Kennerschaft geschriebenen Erfahrungsbericht".
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