"Dem Evangelium treu, den Menschen nah, der Zukunft zugewandt." Die Zahl der Menschen, die sich mit dem christlichen Glauben auseinander setzen, wächst. Viele suchen nach religiöser Orientierung, nach etwas, das ihnen im Leben Halt gibt. Wolfgang Huber gibt für diese Suche einen Weg in Glaube, Hoffnung und Liebe vor. Dies geschieht in evangelischer Perspektive, die auf "die Gewichtung der Argumente, auf ihre Prüfung an biblischen Grundaussagen, auf die Verbindlichkeit christlicher Freiheit" zielt. Für alle, die nach Gewissheit und Klarheit suchen, und für die, die das Zweifeln noch nicht verlernt haben, erschließt er den Grund des christlichen Glaubens über Gott, Christus und den Geist Christi.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.08.2008
Kaum ein gutes Haar lässt Friedrich Wilhelm Graf an Wolfgang Hubers Einführung in den christlichen Kirchenglauben. Sich frisch und frei mit theologischen Inhalten wie Glaube, Liebe, Hoffnung zu beschäftigen und diese einem breiteren Publikum nahezubringen, gelingt dem Autor laut Graf ganz und gar nicht. Eher schon erkennt Graf in dem Text ein politisch korrektes, frei von jeder kritischen Tradition und ganz ohne Selbstironie verfahrendes Stück affirmative Theologenprosa, die den "besonders Frommen" zugeeignet ist. Als Beispiel nennt Graf die "Denunzationsrhetorik", mit der Huber gegen die Idee von einem selbstbestimmten Tod anschreibt, die Unsachlichkeit des Autors beim Umgang mit anderen Glaubensrichtungen und die Graf sichtlich ermüdende Wiederholung des deutschen Paradigmas vom Leiden an der pluralistischen Moderne. Die Graf gelungen erscheinenden Passagen zum Neuen Testament fallen da kaum ins Gewicht. Insgesamt zu flach der "Gedankenball" in diesem Band, zu wenig Pässe, die den Rezensenten erreichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.08.2008
Höchst instruktiv findet Arno Widmann diese religiöse Unterweisung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands, Wolfgang Huber. Besonders Ungläubigen kann er die Auseindersetzung mit diesem Buch empfehlen, da Hubers Ausführungen deutlich machten, dass es im Widerstreit der Konfessionen keiner grundlegend verschiedenen Kulturen bedürfe, um sich "bis aufs Blut" zu bekriegen. Interessiert haben den Rezensenten auch die Passagen zur Personalität Gottes sowie Hubers Überzeugung, Glaube sei "Nicht-Wissen", bedingungsloses Vertrauen, und dürfe sich daher auch nicht in wissenschaftliche Kategorien drängen lassen. Antworten auf die aus Sicht Widmanns entscheidenden Fragen, etwa "warum ein zweifelnder Glaube mehr wert als ein zweifelnder Unglaube" sei, bleibe Huber allerdings schuldig.
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