Herausgegeben von Axel Freiherr von Campenhausen, Ilona Riedel-Spangenberger, P. Reinhold Sebott SJ unter Mitarbeit von Michael Ganster und Heribert Hallermann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2003
Groß tönen die Herausgeber von der "ökumenisch geprägten Perspektive", die ihr Lexikon einnehmen soll. Da kann der Rezensent Friedrich Wilhelm Graf nur lachen. Schon konzeptionell ist das, meint er, einigermaßen unsinnig - denn das Kirchenrechtsverständnis der katholischen Kirche hat mit dem der reformatorischen nichts gemein. Hier der Bezug auf ein außerhalb des Staates gesetztes und aus göttlicher Quelle gespeistes "ius divinum" und da ein innerweltliches Verständnis des Rechts als "menschlicher Ordnung". Unübersehbar, so der Rezensent, sei die ideologische Übermacht des Katholischen in diesem Lexikon: die "Gewissheit" sei eine Sache katholischer Dogmen, in der "Glaubenslehre" tauche nur das römische Recht auf. Behandelt werden zudem "Gattenmord als Ehehindernis", "Gesandschaftswesen", "Haushälterin", "Heilige Öle", "Impotenz", "Jungfrauenweihe", "Laienapostolat", "Laientheologie" oder "Mundkommunion". Die alphabetische Ordnung des Bandes sei nichts als trügender Schein, warnt Graf, das konzeptionelle Chaos" bleibe dem Leser nicht lange verborgen. Unerschütterlich der "Positivismus" der Autoren, der sich gelegentlich gar in Richtung "juristischer Dadaismus" bewege.
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