Der christliche Glauben hat zu unternehmerischem Handeln ein durchaus positives Verhältnis. Dennoch ist das Verhältnis von Protestantismus und Unternehmertum in Deutschland immer wieder von Spannungen geprägt, die zum Teil auf Missverständnissen beruhen. Eine Verständigung über ethische Maßstäbe unternehmerischen Handelns ist aber nur möglich, wenn die Situation gemeinsam geklärt und Missverständnisse überwunden werden. Deshalb lädt diese Denkschrift zu einem neuen Dialog ein. Die Denkschrift ermutigt zu unternehmerischem Handeln als einer wesentlichen Quelle für gesellschaftlichen Wohlstand. Als Maßstab gilt dabei die soziale Verantwortung, von herausragender Bedeutung ist die Bildung, insbesondere unter den Aspekten der Globalisierung. Die Denkschrift formuliert Maßstäbe für verantwortliches Handeln in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kirche. Sie beleuchtet das Verhältnis zu Arbeitnehmern, Verbrauchern und Finanzmärkten und versteht sich als ein Angebot zur Diskussion für alle, die am unternehmerischen Handeln beteiligt sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2008
Rezensent Hartmut Kreikebaum schätzt diese Denkschrift der evangelischen Kirche über unternehmerisches Handeln als "bemerkenswert". Von prinzipieller Skepsis gegenüber der Wirtschaft ist für ihn hier nichts zu spüren. Im Gegenteil: das Verhältnis der evangelischen Kirche zum unternehmerischen Handeln erscheint seines Erachtens überraschend positiv, so dass er nicht umhin kommt festzuhalten: "Hier weht ein neuer Geist im Umgang mit der Sozialen Marktwirtschaft". Er schätzt die präzisen Analysen und die "sorgfältig formulierten" Empfehlungen der Denkschrift, die vor Augen führt, dass eine Orientierung an ethischen Maßstäben keineswegs zu wirtschaftlichen Nachteilen führen müsse, sondern betriebswirtschaftliche Vorteile bringen könne. Generell lobt er den Text als überaus fundiert und zudem vorzüglich lesbar. Er hebt hervor, dass die Denkschrift nicht nur Grundsatzerklärungen, sondern auch "hilfreiche Direktive" etwa für den Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder im Blick auf unverhältnismäßig hohe Managerbezüge bietet.
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