50 - und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor? - In zehn Kapiteln geht die Autorin den Themen nach, die sich mitten im Leben stellen: Jugendlichkeit und Alter, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung.
Einen Eindruck von der Kraft, die in der neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche steckt, hat dieses Buch Rezensentin Susanne Meyer vermittelt. Zwar fiel es aus ihrer Sicht auf den ersten Blick unter die Rubrik "Lebenshilfe Bücher". Denn manches kam für Meyer zunächst sehr glatt und munter daher. "Wellness-Sound" schreibt sie naserümpfend. Sehr sympathisch findet die Rezensentin dann allerdings, dass Margot Käßmann sich selbst nicht als leuchtendes Vorbild, als erfolgreiche Frau und Mutter von vier Kindern beschreibe, sondern sehr den Menschen zugewandt sei, den Benachteiligten und Schwachen. Autobiografisches komme eher beiläufig vor. Doch besonders, wenn Käßmann über ihre Krebserkrankung schreibt, die hämischen Reaktionen auf das Zerbrechen ihrer Ehe, da spürt man, wie die Rezensentin den Hut vor dieser Autorin zieht.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…