Mit Farb- und Duotone-Tafeln. Olympe Aguado (1827-1894), Sohn und Erbe eines spanischen Marquis, der zu einem der reichsten Bankiers Frankreichs aufstieg, galt am kaiserlichen Hof als ambitionierter Amateurphotograph. Großbürgerlich bis imperial sind die Motive seiner Bilder: Portraits von Napoleon III. und seiner Gattin Eugénie, von befreundeten Aristokraten und deren Jagdhunden, luxuriöse Interieurs, Parklandschaften und Tableaux vivants, kleine häusliche Szenarien, mit feiner Ironie nachgespielt von Familienmitgliedern und Freunden. Die Photographie war für Aguado jedoch weit mehr als ein Hobby. Schüler des französischen Photopioniers Gustave Le Gray, experimentierte er mit den unterschiedlichsten Verfahren, unterhielt zeitweise ein eigenes Photoatelier und war 1854 Gründungsmitglied der überaus einflussreichen Société française de photographie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2023
Rezensent Bernd Stiegler empfiehlt Wolfgang Kemps Buch als gelungene Darstellung eines frühen fotografischen Gesamtwerks. Aguados laut Stiegler auch technisch fortschrittliche Fotografien, Porträts, Tier- und Naturaufnahmen, Interieurs und Lebende Bilder, geben dem Rezensenten Einblicke in die Frühzeit der französischen Fotografie, aber auch in das gesellschaftliche Leben und den höfischen Alltag ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Besonders die im Band abgebildeten Tableaux vivants überzeugen Stiegler von Aguados künstlerischer Klasse. Highlights der frühen Fotografie, findet er.
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