Anhand der Arbeit namhafter Vertreterinnen und Vertreter des Fotojournalismus erläutert der Band die Entstehung und die Entwicklung des Genres seit Mitte des 19. Jahrhunderts, unter Einbeziehung technischer, kultureller, wirtschaftlicher, vor allem aber auch politischer Rahmenbedingungen. Gleichzeitig wird für die Zukunft die Frage abgeleitet, wohin sich der Fotojournalismus angesichts einer volldigitalisierten Medienlandschaft und einer mit Handy-Kameras durchsetzten Gesellschaft entwickelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.08.2015
Susanne Lenz kann Wolfgang Penzolds Geschichte des deutschen Fotojournalismus nur empfehlen. Die Kritikerin betrachtet nicht nur mit großem Interesse zahlreiche hier versammelte Fotografien, die seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts entstanden, sondern lernt auch viel über die kulturellen, technischen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die den Fotojournalismus begleiten. Gebannt blickt sie etwa auf ein 1890 aufgenommenes Foto von obdachlosen Kindern in New York; erschüttert zeigt sich Lenz, wenn sie liest, dass ein junger mit dem Pulitzer Preis ausgezeichneter Fotograf sich kurze Zeit, nachdem er ein junges, halb verhungertes Mädchen im Sudan fotografierte, das Leben nahm. Insbesondere würdigt die Rezensentin das Verdienst des Kommunikationswissenschaftlers Pensold, in Zeiten des Citizen Journalism mit seinem Buch die Stärke des professionellen Fotojournalismus aufzuzeigen.
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