Wolfgang Schlüter erzählt eine Geschichte, die gleichzeitig Kriminal-, Liebes- wie auch Freundschafts- und Künstlerroman ist. Flämische Genremalerei, Peter Greenaways Filme, Ornithologie und Szenen aus dem Literaturbetrieb werden dabei kunstvoll verwoben. Ein Übersetzer aus Kassel mit gedrechselter Sprache und Liebe zum Abseitigen. Ein schräger Schriftsteller aus München mit Frau und singenden Zwillingssöhnen in Ulanen-Uniformen oder Pinguinfräcken. Eine junge, attraktive Veranstalterin von Literaturfestivals aus der Verlagsbranche. Und Vögel über Vögel. Das ist das Personal dieses Romans.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2011
Große, nein, kammermusikalisch kleine Oper und mit Herzblut geschrieben, findet Anja Hirsch in diesem vierten Roman von Wolgang Schlüter. Hin- und hergerissen zwischen der Narretei eines pathetischen Sprechens, einer überbordenden, ja auch klischeeseligen Ornamentik einerseits und einer eigentlich simplen Geschichte von Liebe und Verrat andererseits, scheint die Rezensentin dem Text schließlich doch zu verfallen. Geschuldet ist das vor allem dem Zugriff des Autors, der den Text, wie Hirsch staunend und bewundernd feststellt, ausnahmsweise nicht aus den Gefühlen der Figuren entstehen lässt, sondern aus deren Attitüden. Und die sind ziemlich skurril.
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