Aus kleinen Verhältnissen stammend und mit einem abgebrochenen Studium im Gepäck gerät Wolfgang Welt als Musikjournalist Anfang der achtziger Jahre in die Pop-Maschinerie. New Wave, Neue Deutsche Welle, Marabo, Sounds, Musik Express, Rockpalast, Herbert Grönemeyer, Dallas, Frauengeschichten, DJ-Dasein und immer wieder Buddy Holly sind Begleiterscheinungen einer kurzen, steilen Szenekarriere. Sie endet im Wahnsinn. Welt wird verhaftet und in die Psychiatrie gesteckt. Wieder halbwegs normal, schreibt er in großen Abständen drei autobiographische Romane, die hier vereint vorgelegt werden, der dritte als Erstveröffentlichung.
"Hätte er bloß mehr Zeit gehabt!" seufzt Rezensent Frank Schäfer traurig, freut sich aber, dass mit dieser Edition nun wenigstens das "belletristische Gesamtwerk" des Schriftstellers und Musikkritikers Wolfgang Welt vorliegt, den Schäfer den "Lester Bang des Ruhrpotts" nennt, und als zu früh vom Literaturhimmel in die "Klapse" abgestürzten Fixstern beschreibt. Schäfer zufolge, der die Rezension noch einmal zu einer Generaleloge auf diesen unkonventionellen und heftigen Autor nutzt, versammelt der Band drei Romane und einige Erzählungen. Die beiden Romane "Peggy Sue" und "Der Tick" seien "konsequent autobiografisch". Im dritten, zum ersten Mal publizierten Roman "Der Tunnel am Ende des Lichts" setze sich Welt in einem "atemlosen, beinahe aufzählenden Berichtston" dezidiert mit seinen psychischen Problemen auseinander. Zwar fehlten Atmosphären, Dialoge und Szenen. Geblieben seien aber "Erbarmungslosigkeit und Aufrichtigkeit", mit der Welt sich und sein Leben stets betrachtet habe.
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