Wolfram Dufner wurde als junger Diplomat nach Finnland versetzt. Es war seine erste Station in Diensten des deutschen Staates und so waren die Eindrücke und die Begegnungen besonders prägend und nachhaltig. Er lernte im Norden nicht nur ein zauberhaftes Land und offene Menschen kennen, sondern saß zugleich an einer Schaltstelle des kalten Krieges, die den Blick für die Zeitgeschichte besonders schärfte. Aus seinen Erinnerungen entsteht so ein Kaleidoskop aus Naturbildern, politischen Einsichten und Reflexionen über das Leben zwischen Sauna und Polarlicht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.09.2000
Mit Sympathie bespricht Alfred Catani diesen Band mit Erinnerungen eines deutschen Diplomaten an das Finnland der fünfziger Jahre, die der Rezensent als die Zeit der vorsichtigen Anlehnung an den übermächtigen östlichen Nachbarn und der Hoffnungen auf Entspannung schildert, die durch den sowjetischen Einmarsch in Budapest zerstört wurden. Eindringlich, so Cattani, beschreibe Dufner die Armut jener Zeit, die grauen Fassaden der Hauptstadt und die Luftverschmutzung durch russischen Diesel. Cattani betont aber auch, dass Dufner mit Liebe die Schönheiten der finnischen Landschaft besingt und am Kulturleben Helsinkis rege teilgenommen hat. Unter anderem sei er dem Komponisten Jean Sibelius begegnet.
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