In Deutschland vor allem als 'finnischer Nationalkomponist' wahrgenommen, ist Jean Sibelius eher eine Gestalt europäischen Formats, der neben Mahler bedeutendste Sinfoniker des 20. Jahrhunderts. Mit Hilfe allgemeinverständlicher Werkeinführungen und bislang nicht übersetzter Primärquellen erzählt der Musikjournalist Volker Tarnow die Geschichte eines Originalgenies zwischen Romantik und Moderne, nordischer Naturmystik und Berliner Bohème.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2015
In Sachen Sibelius ist noch immer viel zu tun, meint Rezensent Laurenz Lütteken auch nach der Lektüre dieser Biografie aus der Feder des Journalisten Volker Tarnow. Zum Beispiel, was die Entkoppelung von Werk und Leben angeht. In diesem Punkt kann der Autor laut Rezensent zwar überzeugend Adorno ignorieren, allerdings bloß um sogleich wieder heroenbiografisch die Gleichung von Leben und Werk zu beschwören. Für Lütteken ein Irrweg. Vermisst hat der Rezensent ein Literatur- oder Werkverzeichnis. Die Darstellung erscheint ihm flott, bei einzelnen Themen hätte er sich mehr inhaltliche Differenzierung gewünscht, so bei der Frage zum Verhältnis des Komponisten zu Nazideutschland.
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