Deutsch-Französisch-Englisch-Italienisch. Mit 52 sw Panoramafotografien. Während achtzehn Monaten hat der Fotograf Michael von Graffenried das Drogenpaar Astrid und Peter mit seiner Kamera begleitet. Die eindringlichen Bilder im Panoramaformat zeigen einen schwierigen und unsicheren Alltag unter Drogen, zwischen Dealern, Gefängnis und Prostitution. Gleichzeitig verleihen die Bilder den beiden, welche die Gesellschaft als randständig ausgrenzt, ein Gesicht. Ein oft harter, manchmal zärtlicher, aber immer ehrlicher Blick.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2005
Auf bestem Papier und in brillantem Druck präsentiert dieser Fotoband die dunkle Seite von Bern, das Drogenelend der Großstadt, erklärt der Rezensent mit Kürzel "apl". Fast ein Jahr lang hat der Fotograf Michael von Graffenried ein Berner Junkie-Pärchen durch ihren Alltag begleitet. Deren fotografierte Geschichte beginnt mit dem Warten auf neues Kokain und endet mit Zuchthaus für den Mann und Straßenstrich für die Frau. Der Kritiker zeigt sich fasziniert von der Arbeit des Fotografen, der bis an die Grenzen und darüber hinaus gegangen sei. "apl" weiß, dass Graffenried in seinem Metier nicht unumstritten ist, da seine Reportageserien nicht selten auf den "Schock ihrer Gegenstände" setzen. So auch hier, doch gerade das Desinteresse Graffenrieds an der "moralischen Facette der Geschichte wie auch seiner eigenen Tätigkeit" mache den Reiz des Bandes aus. In "äußerster formaler Strenge und inhaltlicher Knappheit" präsentiere sich diese Drogen-Geschichte, chronologisch und nur mit lapidaren Beschreibungen in vier Sprachen versehen. Damit setzt der Fotograf der Vergeudung von Leben, die er dokumentiert, eine ästhetische Disziplinierung entgegen, lobt "apl".
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