Zora Ledergerber

Whistleblowing unter dem Aspekt der Korruptionsbekämpfung

Cover: Whistleblowing unter dem Aspekt der Korruptionsbekämpfung
Stämpfli Verlag, Bern 2005
ISBN 9783727206955
Gebunden, 192 Seiten, 43,60 EUR

Klappentext

Whistleblower sind Personen, die an ihrem Arbeitsplatz Zeugen von illegalen oder unethischen Praktiken werden, diese intern melden und an die zuständigen Stellen oder an die Öffentlichkeit tragen. Trotz ihres wichtigen Beitrags bei der Aufdeckung von illegalen Praktiken müssen Whistleblower häufig mit negativen Konsequenzen für ihr Handeln rechnen. Sie gelten als illoyal und werden als Denunzianten beschimpft, schikaniert, angeklagt oder entlassen. Dabei gelangen Korruptionsdelikte ohne Hinweise von solchen "Insidern" kaum an die Öffentlichkeit. In der Schweiz beispielsweise wird von einer Dunkelziffer von 97 bis 99 Prozent für Korruption im öffentlichen Bereich und von nahezu 100 Prozent bei Korruption unter Privaten ausgegangen. Die vorliegende Dissertation gewann den Jahrespreis der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich und behandelt sowohl die internationalen Anstrengungen zum Schutz von Whistleblowern als auch die diesbezügliche rechtliche und politische Situation in der Schweiz.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.01.2006

Einen guten Überblick über das Thema Whistleblowing und Whistle-Blower - Angestellte, die an die Öffentlichkeit gehen, um illegale Geschäftspraktiken ihrer Firma zu enthüllen - bietet nach Konrad Sahlfelds Ansicht diese Dissertation Zora Ledergerbers. Selbst wenn Arbeitgeber inzwischen beginnen, auch die positiven Seiten der Whistle-Blower zu sehen, sind diese vom Arbeitsrecht kaum geschützt - eine Kündigung oder ein freiwilliger Abgang ist meist die Konsequenz. Wie Sahlfeld berichtet, gibt Ledergerber zunächst eine Begriffsbestimmung des Whistleblowing und wirft einen Blick auf internationale Konventionen, die das Thema berühren, um dann einen Rechtsvergleich zwischen England, den USA und Japan zu ziehen. Ledergerbers Vorschlag für ein Schweizer "Whistleblowing"-Gesetz betrachtet Sahlfeld allerdings eher zurückhaltend.

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