Herausgegeben von Hartmut Leppin, Manuela Keßler und Mikkel Mangold. Jacob Burckhardts frühes Werk "Die Zeit Constantin's des Großen" ist ein Schlüsselwerk der Geschichtsschreibung im 19. Jahrhundert. Es vermittelt ein damals ganz neues Bild des ersten christlichen Kaisers und entfaltet ein Panorama der Zeit, das sich nicht mehr nur auf wenige herausragende Gestalten konzentriert. In diesem Band wird das Werk zum ersten Mal in einer kritischen Edition zugänglich gemacht. Sie präsentiert die erste Auflage von 1853 und die Einträge aus Burckhardts Handexemplar sowie die Ergänzungen der zweiten Auflage von 1880. Damit macht sie deutlich, wie sich Burckhardts Bild von Constantin und der Spätantike insgesamt veränderte und wie er auf die Entwicklungen in seinem Fach reagierte. Die Edition verzeichnet außerdem die von Burckhardt verwendete Literatur sowie seine Quellen und wird durch einen Sachkommentar und Register abgerundet. Erschlossen wird hier auf neue Weise ein historiographisches Meisterwerk, das zugleich ein Glanzstück deutscher Prosa ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.01.2014
In seiner Sammelbesprechung zu neuer Konstantin-Literatur freut sich Stefan Rebenich besonders über diese kritische Edition von Jacob Burckhardts Klassiker "Die Zeit Constantin's des Großen" (sic!). Vorbildlich findet er die von Hartmut Leppin verantwortete Einleitung und Kommentierung, auch wenn das komplizierte Nachweissystem dem Leser einiges an Ausdauer abverlange. Da Burckhardts Blick auf den römischen Kaiser die Geschichtswissenschaft über zwei Jahrhunderte beeinflusste, liegt für ihn die Bedeutung dieses Werks auf der Hand: Burckhardt erklärte es für müßig, Konstantins christliches Bewusstsein zu erforschen, da der Mann vor allem ein rationaler Taktiker war. Wie Rebenich Burckhardts unschlagbaren Satz zitiert: "In einem genialen Menschen, dem der Ehrgeiz und die Herrschsucht keine ruhige Stunde gönnen, kann von Christentum und Heidentum, bewusster Religiosität und Irreligiosität nicht die Rede sein."
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…