Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Kunst, Ausstellungen, Architektur

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.08.2019 - Kunst

Lil Liao, "A Singel Bed N. 1", 2011. © Li Liao


Die Themenausstellung "Museum" im Frankfurter Museum für Moderne Kunst stellt sich der Frage, was man bewahren soll, warum und wie man dabei trotzdem als Museum aktuell bleibt. Für FR-Kritikerin Sandra Danicke ist das Konzept der Museumsdirektorin Susanne Pfeffer aufgegangen: Ganz erstaunlich, denkt sie, wie aktuell 20 Jahre alte Arbeiten zu Rassismus, Gender, den Blick auf den Anderen heute noch sind: "Aber was wissen wir schon vom Anderen? Von Menschen, die sich wünschen, ein Ding zu sein oder einfach nur ein anderes Geschlecht zu haben? Im Animationsfilm des Österreichers Oliver Laric verwandeln sich Menschen und Gegenstände mit Leichtigkeit. Fließend morphen Wesen und Pflanzen ineinander, wird ein Mann zum Auto oder ein Frosch zum Tisch. Ganz mühelos sieht das aus. Kurz fragt man sich, ob man solche Möglichkeiten für die Zukunft als wünschenswert erachtet. Einfach mal Tisch sein, danach vielleicht Vamp oder Löwe. Mal schwarz sein, mal weiß, Mann oder Frau. Ein durchaus reizvoller Gedanke. Aber auch ein beängstigender." Sehr angeregt fühlte sich auch Stefan Trinks, der in der FAZ für die "Ermöglichungsform freien Denkens" dankt.

Auf einer Doppelseite überlegen mehrere FAZ-Kritiker, welche ästhetischen Experimente und künstlerischen Avantgarden die DDR in Pop, Literatur, Mode, Architektur oder Kunst hervorgebracht hat.

Besprochen werden außerdem die Ausstellung "Bauhaustapete - neu aufgerollt" im Kulturgeschichtlichen Museum in Osnabrück (taz), die Ausstellung "B.A.R.O.C.K." in Schloss Caputh (taz), das Festival La Gacilly-Baden Photo im österreichischen Baden (FAZ) und die Schau der Nominierten für den diesjährigen Preis der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin (FAZ).
Stichwörter: Museum, Mmk Frankfurt

Efeu - Die Kulturrundschau vom 16.08.2019 - Kunst

Die umstrittenen Wandfresken von Victor Arnautoff, mit Szenen aus dem Leben George Washingtons, sollen nicht zerstört werden. Das hat das San Francisco Board of Education mit 4:3 Stimmen beschlossen, meldet die New York Times. Sie sollen nur verhüllt werden. Peter Richter denkt in der SZ über Food Porn nach.
Stichwörter: Arnautoff, Victor

Efeu - Die Kulturrundschau vom 15.08.2019 - Kunst

In der Zeit ist Ingo Arend verhalten optimistisch angesichts der Eröffnung von Istanbuls größtem Kunstmuseum durch den Großkonzern Koç: "Private Sponsoren wie Koç füllen in der Türkei das kunstpolitische Vakuum, wenngleich ihr Engagement von deutlichen Selbstwidersprüchen durchzogen ist. Einerseits produziert Koç Militärfahrzeuge und profitiert vom autoritären Regime. Andererseits verhilft die Familie der kritischen Gegenwartskunst zu deutlicher Sichtbarkeit und hält die Fahne der Moderne hoch."

Weiteres: In der FAZ berichtet Christoph Drösser über den Streit um die Wandbilder Victor Arnautoffs, der 1936 dreizehn Fresken über das Leben George Washingtons für eine High School malte, die auch Sklavenarbeiter und Indianer zeigen (mehr dazu hier). Besprochen werden eine Ausstellung der kanadischen Sängerin und Künstlerin Peaches im Hamburger Kunstverein (Zeit).
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Stichwörter: Arnautoff, Victor

Efeu - Die Kulturrundschau vom 14.08.2019 - Kunst

Francis Alÿs mit Julien Devaux, Felix Blume, Ivan Boccara, Abbas Benheim und den Kindern von Tanger und Tarifa: Don't Cross the Bridge Before You Get to the River, 2008. Phillips Colletion

Die Ausstellung "The Warmth of Other Suns" in der Washingtoner Phillips Collection erkundet über ein Jahrhundert die Verbindung von Flucht und Kunst. Manche Arbeiten sind New-York-Times-Kritiker Jason Farago zu schön, manche zu emotional, doch alle zeigen ihm zufolge, dass der Flüchtling in der Kunst kein Fremder ist: "Ihr Ansatz ist weitgefasst und geht bis zu Jacob Lawrences berühmte Serie "Migration" von 1941 zurück. Das Phillips Museum besitzt die Hälfte dieser Gemälde, und diese Bilder von der inneramerikanischen Migration der Schwarzen sind in die Schau integriert. Gezeigt wird auch historisches Material wie Leiws Hines Porträts von Ankommenden auf Ellis Island aus den zwanziger Jahren, verängstigt, erwartungsvoll, erschöpft, gerettet. Doch der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf einer besonderen Klasse von Migranten: Den Flüchtlingen, die Grenzen nicht auf der Suche nach neuen Möglichkeiten überqueren, sondern aus Angst um ihr Leben. Das heißt, sie konzentriert sich auf das Mittelmeer, dem Epizentrum der Flüchtlingskrise in dieser Dekade. Die große Mehrheit der heutigen Flüchtlinge, 6,7 Millionen, kommen aus Syrien. Schaurige Zeichnungen der Künstlerin Anna Boghiguian zeigen Syrer auf dem Weg von Beirut nach Westen, während der chinesische Künstler Liu Xiaodong sein Atelier auf Lesbos aufschlug , wo er lächelnde, besorgte und todmüde Syrer malte, die sich am Hafen ausruhten. Andere wie die belgische Filmemacherin Chantal Akerman und der mexikanische Fotoreporter Guillermo Arias erkunden Migration und Abwehr an unserer eigenen südlichen Grenzen."

Das Museum Tinguely widmet eine Ausstellung dem österreichischen Künstler Lois Weinberger, der in einer Mischung aus Konzeptkunst und Land Art Brachen zu neuem Leben erweckt: In der NZZ ist Maria Becker ganz verzaubert vom Weinbergerschen Wildwuchs: "Ob Weinberger das, was junge Künstler heute umtreibt, wahrnimmt, ist ungewiss. Er geht seinen Weg unbeirrt, mit der tiefernsten Miene eines Bauern, der seinen Acker bestellt... In den Städten und auf ihren Plätzen riss er Pflaster auf und legte Gevierte an, die mit Gattern unbetretbar gehalten wurden. Dort ließ er der Zufallsbesiedelung freien Raum oder half mit dem Transfer von eigenen Pflanzen nach. Man könnte sagen, dass dieses Tun eigentlich das ist, was Guerilla-Gärtner machen. Diese wollen die Rückeroberung der Stadtwüste durch die Natur. Für Weinberger sind die Radikalität der Pionierpflanzen und das Ungeordnete ihres Wachstums elementar, denn in ihnen verkörpert sich das Dynamische mit unkontrollierter Kraft, das Unreife in Reinform."

Weiteres: LensCulture präsentiert die Gewinner seines Art Photography Awards. Auch der Guardian zeigt Bilder der Sieger und Finalisten. Besprochen wird Edmund de Waals Ausstellung "Elective Affinities" in der Frick Collection in New York (Hyperallergic).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 13.08.2019 - Kunst

Luiz Zerbinis Ficus microcarpa in der Ausstellung "Nous les arbres" in der Fondation Cartier, Paris, 2019. Foto: Luc Boegly.

Als eine der ganz großen Ausstellungen feiert taz-Kritikerin Brigitte Werneburg die Schau "Nous les arbres" in der Fondation Cartier in Paris: "Gelehrt und gedankenreich, dabei gerne ein bisschen exzentrisch und auf intelligente Weise populär", jubelt Werneburg über das Konzept, das den Baum ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt und den Menschen ins Abseits: "Die Fotografie könne deshalb nicht in der Botanik eingesetzt werden, meint der Spezialist für Urwälder Francis Hallé in einem ungemein erhellenden, zugleich amüsant geführten Gespräch mit Coccia. Sie hebe die Pflanze nicht genügend von ihrer Umwelt ab. Den Baum zu zeigen und seine Umwelt dazu, das gelingt Joseca oder Kalepi, den vom Kurator Bruce Albert eingeladenen Yanomami-Künstlern aus dem brasilianischen Regenwald, meisterhaft. Sie stellen einerseits die konstruktive Schönheit der Bäume sehr genau heraus, vergessen aber weder die Affen und Papageien, die in ihnen zugange sind, noch die Eichhörnchen, Tapire und Schweine, die bei den Früchten und Samen unter ihnen fündig werden. Der Baum ist eben eine ganze Welt."

Weiteres: In FAZ empfiehlt Stefan Trinks eine Zürcher Schau im Museum Rietberg, die den Menschen im Widerschein der Spiegel zeigt und Trinks zufolge mit einer überraschenden Erkenntnis aufwartet: "Das Sehen in den Spiegel ist mithin nie das Momentum eines Status quo, vielmehr immer ein Blick in die Vergangenheit oder die Zukunft." Für den Guardian spricht Benoit Loiseau mit der Musikerin Peaches über ihre Ausstellung "Whose Jizz Is This?" im Hamburger Kunstverein (unser Resümee).

Besprochen werden die Ausstellung "Book of Beast" im Getty Center in Los Angeles (deren mittelalterliche Tierdarstellungen Welt-Kritiker Matthias Heine einfach hinreißen), die Schau "Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980" im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (taz) und die Ausstellung "Foto.Buch.Kunst" in der Albertina in Wien (Tsp).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 12.08.2019 - Kunst

Peaches: Whose Jizz Is This?, Ausstellungsansicht im Hamburger Kunstverein. Foto: Fred Dott


Taz-Kritiker Aklexander Diehl hatte großen Spaß in der Ausstellung "Whose Jizz Is This?", die der Hamburger Kunstverein die Musikerin Peaches ausrichten ließ: "Eine Emanzipationsgeschichte will Peaches erzählen, in der eben doch wieder vieles von dem aufscheint, was die Menschen von ihr kennengelernt haben können in den vergangenen 20 Jahren: Sexspielzeuge sind's, "double masturbators", die sich da befreien; denen es nicht mehr reicht, Mittel zum Zweck zu sein, begrapscht und benutzt zu werden und am Ende schamhaft verwahrt in schmuddeligen Abseiten. In 14 'Szenen' ist ihr Weg in Szene gesetzt, ein Weg von passiv zu aktiv, vom sex toy zum 'Fleshie'. Oder genauer: vom Einzelnen zum Kollektiv, den 'Fleshies', so nennen sich in frischem Selbstbewusstsein die befreiten Silikonobjekte."

Weiteres: Im Standard unterhält sich Sabine Scholl mit dem Künstler Edmund de Waal über seine in Venedig gezeigte Bibliothek des Exils.

Besprochen werden eine "strahlend-opulente" Schau altägyptischer Kunst: "Pharaonengold" in der Völklinger Hütte (SZ), die Ausstellung "Garten der irdischen Freuden" über Idyllen im Berliner Gropiusbau (taz), die Ausstellung "Weissenhof City" in der Staatsgalerie Stuttgart (taz), die vielfach gefeierte Ausstellung "Point of No Return" im Leipziger Museum der Bildenden Künste (Tsp), die Schau "Wege des Barock" im Postdamer Museum Barberini (Standard), Ausstellungen zum zweihundertsten Geburtstag von Queen Victoria in Londons Palästen (FR), die Schau "In einem neuen Licht" mit kanadischem Impressionismus in der Kunsthalle München (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 10.08.2019 - Kunst

Juan Pablo Macias, Brother Maize and Brother Babacar, 2018, video still. Foto: Juan Pablo Macias

Auch wenn Nikolaus Bernau (Berliner Zeitung) festhält, dass Migration sich nicht auf Afrika beschränkt, findet er die vom Institut für Auslandsbeziehungen Ifa, der Villa Romana in Florenz und der Kunstorganisation Thread Residency in Sinthian im Senegal organisierten Ausstellungen, die derzeit in der Berliner Ifa-Galerie und im Freiraum in der Box-Galerie zu sehen sind und die Folgen der Flucht aus Afrika reflektieren, durchaus anregend. Etwa die Installation von Alberto Amoretti und Giovanni Häninnen, "die mit Interviews und Fotos eine Brücke von Senegal nach Europa schlägt. Die beiden Künster haben Menschen aus Tamba in Senegal zu ihren Hoffnungen befragt, der Sehnsucht nach einem besseren, friedlicheren, sicheren Leben auch für die Kinder. Welche Flüchtenden in Mittel- und Osteuropa hätten 1945 nicht exakt die gleichen Worte genutzt, als sie sich auf den langen Treck Richtung Westen machten? Es geht um die Flucht selbst, aber auch um den Schock der Ankunft in Italien, die gnadenlose Ausbeutung, das trotzdem fast unglaubliche Verständnis der aus Afrika Geflohenen für die Ängste jener Italiener, die sich dem Wandel ihres Straßenbilds ausgesetzt sehen."

Gestern verkündete Ai Weiwei in der Welt, er wolle Deutschland verlassen, das Land sei zu "selbstzentriert", die Taxifahrer rassistisch. (Unser Resümee) Im Tagesspiegel vermuten Christiane Peitz und Nicola Kuhn mit Blick auf die derzeit in der Düsseldorfer Kunstsammlung NRW gezeigte Ausstellung "Alles ist Kunst, alles ist Politik" vielmehr gekränkte Eitelkeit: "Als dissidentischer Künstler noch in seinem Land wurde er gerade vom deutschen Publikum hoch verehrt. Mit dem Umzug nach Berlin fiel das Umfeld weg, an dem sich seine Kritik entzündete. Die eigene, unmittelbare Betroffenheit endete. Im Werk drückte sich dies durch Verlust an Spannung, an Schärfe aus. Als kritischer Geist und politischer Chronist suchte sich Ai Weiwei deshalb einen anderen Gegenstand. Da lag es nahe, sich die ungleich widrigeren Lebensumstände jener Menschen vorzunehmen, mit denen er das Exil-Schicksal teilt. Ai Weiwei beherrscht die Rhetorik des Vorwurfs, doch ist sie in der Anhäufung einer Retrospektive wenig überzeugend. Jene Fotowand, an der en masse seine Selfies mit Geflüchteten hängen, wirkt nicht empathisch, sondern eitel."

In der FAZ bringt Mark Siemons Weiwei Verständnis entgegen: "Diejenigen, die sowieso schon in der Komfortzone leben, verzeihen es ihren moralischen Stellvertretern in der rauhen Welt draußen nicht, wenn sie den ihnen zugedachten Posten verlassen - und damit die symbolischen Bedürfnisse der Komfortzone missachten." Für die Welt hat Swantje Karich Stimmen von in Deutschland lebenden Künstlern gesammelt. "Nur ein Dummkopf" beurteilt ein Land nach seinen Taxifahrern, sagt der Schriftsteller Vladimir Sorokin. Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa sorgt sich indes "um den Raum für Debatten. Er werde tagtäglich kleiner. Diskussionen würden seit einigen Jahren schärfer, vielfältiger, aggressiver und klarer geführt, allerdings immer öfter in Nischen. Deutschland sei noch lange nicht in der Realität der Einwanderung angekommen."

Weitere Artikel: Für die FAZ hat sich Frauke Steffens mit dem Fotografen Chris Arnade getroffen, der in seinem Fotoband "Dignity" Amerikas "Abgehängte" porträtiert. Besprochen wird die Ausstellung "Sex" im Verein Berliner Künstler (Tagesspiegel).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.08.2019 - Kunst

Mohamed Melehi: Untitled (1975, II)


Anlässlich zweier Ausstellungen (in Marokko und London) schreibt Maya Jaggi in der NYRB über die Geburt der modernen marokkanischen Kunst in den sechziger Jahren. Einer der herausragendsten Künstler dieser Zeit ist Mohamed Melehi, heute 82 Jahre alt, dessen Arbeiten man gerade in London sehen kann: "Geboren 1936 in der Küstenstadt Asilah, in der Nähe von Tanger - einer Stadt unter amerikanischem kulturellem Einfluss während des Zweiten Weltkriegs - beschloss Elehi, Künstler zu werden, nachdem er Vincente Minnellis Film 'Ein Amerikaner in Paris' von 1951 in Paris gesehen hatte. Melehi studierte bildende Kunst in Tétouan (damals ein spanisches Protektorat im Norden Marokkos) sowie in Madrid und Sevilla, bevor er Ende der 1950er Jahre nach Rom zog. Er fand Italien, damals eine besiegte Macht, kulturell offener als das faschistische Spanien unter General Franco. In Rom nahm er marxistische Ideen auf, die Filme von Fellini und Visconti und das japanische Kino (Kurosawas Film 'Rashomon' von 1951 erinnerte ihn an die Sufi-Mystik). Er entwickelte auch eine lebenslange Liebe zum Jazz und ist auf einer Fotografie von 1962 abgebildet, wo er in seinem Studio in Rom Schlagzeug spielt. Unter dem Einfluss der Zen-Philosophie eliminierte er eine Zeit lang die Farbe aus seinem Werk und malte nur in Schwarz-Weiß."

Deutschland braucht mich nicht, es ist "so selbstzentriert", meint Ai Weiwei im Interview mit der Welt und kündigt an Deutschland verlassen zu wollen. Taxifahrer seien rassistisch und die Berlinale ignoriere seine Filme: "Das Festival akzeptiert nur, was von den chinesischen Behörden das Goldene Siegel bekommen hat", klagt er. "Sehen Sie, Deutschland pflegt stärkere Beziehungen zu China als jemals zuvor, die Zukunft der deutschen Industrie hängt völlig von China ab. Die chinesische Regierung wiederum steckt alle Menschenrechtsanwälte ins Gefängnis, verbietet Besuch von ihren Familien, und wenn ihre Strafe abgesessen ist, verschwinden sie spurlos. Deutschland fragt nicht, was aus ihnen geworden ist, die USA fragen nicht. Alle westlichen Politiker, alle westlichen Geschäftsleute wissen genau, was vorgeht. Aber sie sagen nichts. Wer will schon die großen Geschäfte verlieren, die winken. Ich verurteile deshalb keinen. Was ich verurteile, ist, dass man so tut, als geschehe das alles gar nicht."

Weiteres: Robert Mießner besichtigt für die taz den Bilderkeller der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz mit seinen Wandmalereien für die Faschingsfeste ehemaliger Meisterschüler 1957/58. In der NZZ stellt Gabrielle Boller "Jevouspropose" vor, einen Salon der ehemaligen Galeristin und Kunstmanagerin Sabina Kohler in Zürich.

Besprochen werden eine Ausstellung zur "Dresdner Sezession Gruppe 1919" in der Städtischen Galerie Dresden (Tagesspiegel) und die Ausstellung "Point of No Return" im Leipziger Museum der Bildenden Künste (FAZ-Kritiker Andreas Platthaus schließt sich dem großen Lob für die Ausstellung an).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.08.2019 - Kunst

Besprochen werden die Olafur-Eliasson-Ausstellung in der Tate Modern (Tagesspiegel), die Ausstellung "Food for the Eyes" im c/o Berlin (Zeit) und die Ausstellung  Vanitas Contemporary im H2 Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast in Augsburg (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.08.2019 - Kunst

FAZ-Autor Andreas Rossmann erkundet die Basilika Santi Bonifacio e Alessio in Rom. Im Standard berichtet Nicole Scheyerer vom Festival sommer.frische.kunst in Bad Gastein.

Besprochen werden eine Ausstellung der Transgender-Künstlerin Anna Daucíková in den Kunst-Werken Berlin (FR), eine Schau mit Utopien aus der Zeit um 1900 im Berliner Bröhan-Museum (Tsp) und Ausstellungen zu Roy Lichtenstein und Omer Fast in den Galerien von Salzburg (Standard).