Stichwort

Iran

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9punkt 12.03.2019 […] Die Menschenrechtlerin Nasrin Sotoudeh, die 2012 zusammen mit Jafar Panahi den Sacharow-Preis erhalten hat, ist im Iran zu 33 Jahren Gefängnis und und 148 Peitschenhieben verurteilt worden. Sotoudeh hatte sich unter anderem gegen den Kopftuchzwang engagiert. In einem anderen Prozess war sie bereits zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, so dass ihr fast vier Jahrzehnte im Gefängnis bevorstehen […] n. In der Amnesty-Meldung zu diesem Thema heißt es: "Dies ist das härteste Urteil, das Amnesty International in den letzten Jahren gegen Menschenrechtsverteidiger im Iran dokumentiert hat, was darauf hindeutet, dass die Behörden - ermutigt durch die weitgehende Straflosigkeit bei Menschenrechtsverletzungen - ihre Repression verstärken." Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika hat erklärt, nun […]
9punkt 01.02.2019 […] Vor vierzig Jahren reiste Ayatollah Chomeini in den Iran zurück und löste die fatale Revolution aus. Seitdem geht es dem Volk schlecht und den Mullahs gut, schreibt Andreas Fanizadeh in der taz: "Der heutige Iran besteht aus Parallelwelten, wo im Geheimen, im Privaten so ziemlich alles betrieben wird, was im Sinne der Theokratie auf keinen Fall betrieben werden dürfte: Sex, Drogen, Internet. Dazu ist […] der Revolution hinter der medialen Propaganda der iranischen Regierung. Der Islam ist ein Glaubensbekenntnis und keine "genetische Eigenschaft", sagt im Welt-Interview mit Till Schmidt der aus dem Iran stammende Psychoanalytiker und Schriftsteller Sama Maani. Viele Linke und Liberale übernehmen diese Identitätsvorgaben der Rassisten und meiden aus falscher Toleranz Themen wie das Tragen von Kopftüchern […]
Magazinrundschau 08.12.2018 […] Tom Faber ist nach Teheran gereist, um einen ausführlichen und sehr informativen Einblick in die sehr lebendige Szene elektronischer und Technomusik im Iran zu geben. Diese Szene ist international bestens vernetzt. Unter anderem schreibt Faber über das Teheraner SET-Festival, das unter anderem auch mit dem Berliner CTM-Festival kooperiert. Eine der Hauptfiguren in Fabers Artikel ist Ata Ebtekar, der […] "Ebtekar gründete vor kurzem das Label Zabte Sote, das iranischen Sound-Künstlern gewidmet ist und eine Kompilation mit 42 Stücken herausbrachte, die große Vielfalt und Talent beweisen. Hätte er sie im Iran herausbringen wollen, hätte er sie zwei getrennten Regierungskomitees vorlegen müssen, um nachzuweisen, dass Musik und Text 'moralisch' sind (elektronische Musik ohne Text passiert die Netze der Zensoren […] danach ist es kaum möglich für einen Vertrieb im Ausland zu sorgen. Aus diesem Grund tat sich Ebtekar mit Stephen Bishop vom Label Opal Tapes zusammen, um physische Kopien zu erstellen, die er aber im Iran nicht verkaufen kann." Die Musik klingt oft erstaunlich experimentell und melancholisch, wohl auch, weil ein gemischtes Publikum nicht zu ihr tanzen darf, so dass sie eher für ein zuhörendes Publikum […]
9punkt 01.08.2018 […] n Exil. Lezte Woche ist ihre Schwester in der wichtigsten Nachrichtensendung des Landes aufgetreten, um sich von ihr zu distanzieren: "Ayatollah Ali Khamenei, der das letzte Wort über fast alles im Iran hat, auch über das, was im Fernsehen gesendet wird, hat die zivile Ungehorsamskampagne gegen den Zwang zum Hidschab als 'unbedeutend' abgetan. Aber diese abscheuliche Sendung zeigt, dass er offenbar […] seine Meinung über die Bedeutung unserer Kampagne geändert hat. Die Tatsache, dass das Staatsfernsehen sich auf meine Haare konzentriert und die wahre Geschichte ignoriert - die Tatsache, dass es den Iranern an lebensnotwendigen Dingen wie Wasser und Strom mangelt - macht es noch schlimmer." […]