Nicht zuletzt aufgrund eines Verbots hierzulande war DarioArgentos 1977 veröffentlichter Horrorfilm "Suspiria" lange Zeit ein verfemter Film. Mittlerweile hat der Film seinen Weg in die Respektabilität gefunden und gilt vor allem auch wegen seiner stark gesättigten Primärfarben als Meisterwerkdesspät-expressionistischenFilms, der im harten Kontrast zum Realismus des Kinos der siebziger Jahre steht. Zu verdanken ist diese besondere Visualität auch dem Kameramann LucianoTovoli, der zuvor für Antonioni gearbeitet hatte. Anlässlich einer aufwändigen Restauration des Films hat der AmericanCinematographer ein ausführliches, ursprünglich 2010 entstandenes Interview mit dem Regisseur aus dem Print-Archiv online gestellt: "Bei 'Beruf Reporter' ging es mir darum, starkes natürliches Licht zu erzwingen. Oft überbelichtete ich das Material, oft bis an die Grenze des sensometrischen Bereichs, was einige Details schluckt. In gewisser Hinsicht ging ich bei 'Suspiria' genauso vor, wobei ich das Material auf einem deutlich höheren Level überbelichtete, aber mittels der Intensität einer bestimmten Farbe in einer bestimmten Kameraeinstellung, während ich das Eastman5254-Negativ vorsichtig in der Mitte des sensometrischen Bereichs belichtete. Diese Technik nutzte ich in jeder Einstellung des Films. Ich sagte dem Produktionsdesigner und Setgestalter immer 'MehrRot! MehrBlau!' Dasselbe riet ich meinem geduldigen Oberbeleuchter Alberto und, ganz der gute Freund, der er ist, fragte er zurück: 'Bist Du sicher? Da ist wirklich schon viel Grün im Bild. Langsam wird's verstörend.' Und als ich meine zuversichtliche Miene kein bisschen verzog, fragte er mich: 'GehtesDirdarum, gefeuertzuwerden?'"
Und hier die fantastischen ersten, von der Band Goblin unterlegten zwölf Minuten des Films, mitunter gedreht am Münchner Flughafen:
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