
In Israel fand ein Verbrechen statt, das
alle Kriterien des Völkermords erfüllt. Der Völkerrechtler Avraham Russell Shalev führt einen
lückenlosen Beweis mit sehr vielen Belegen, dass der
7. Oktober juristisch alle Aspekte eines solchen Verbrechens vorweist, die die internationalen juristischen Organisationen auch zum Handeln veranlassen müssten. Sowohl die Verbrechen des 7. Oktober inklusive der sexuellen Gewalt, als auch der klar bewiesene Vorsatz zu diesem Verbrechen sind in dieser Hinsicht einschlägig, schreibt Shalev in der Conclusio. Sie sind sowohl in den mündlichen Äußerungen von Hamas-Funktionären auch nach dem 7. Oktober als auch in Schriften der Organisation belegt. "Was diesen Fall jedoch auszeichnet, ist
das dritte Element: das sofortige Erheben von
Vorwürfen des Völkermords gegen die Opfer. Diese Umkehrungsstrategie, wie sie beispielsweise in Südafrikas Antrag beim IGH zum Ausdruck kommt, stellt eine raffinierte Weiterentwicklung der Art und Weise dar, wie sich die Täter vor ihrer Verantwortung schützen. Durch die Aneignung und Instrumentalisierung von Völkermordvorwürfen haben die Hamas und ihre Verbündeten einen rhetorischen Schutzschild geschaffen, der sowohl die Aufmerksamkeit von ihren eigenen Völkermordhandlungen ablenkt als auch das historische Trauma der Juden ausnutzt - ein Muster, das bereits bei früheren Völkermorden zu beobachten war, jedoch noch nie
mit solcher Schnelligkeit und Präzision umgesetzt wurde."