Die Sarrazin-Debatte des Spätsommers 2010 zeigt: Islamfeindlichkeit ist in der politischen Mitte Deutschlands angekommen. Doch viele Fragen gehen in der medial angeheizten Meinungsschlacht unter: Seit wann gibt es Islamfeindlichkeit? Wo liegt die Grenze zwischen legitimer Islamkritik und Islamfeindlichkeit? Was sagt der Islam wirklich? Gibt es "den Islam" überhaupt? Welche Stereotypen sind im Umlauf? Darf man Islamfeindlichkeit mit Judenfeindlichkeit vergleichen? Welcher Begriff trifft es am besten: Islamophobie, Islamfeindlichkeit, antimuslimischer Rassismus, Antimohammedanismus, Anti-Islamismus oder Antimoslemismus?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2011
Sehr durchwachsen findet Stefan Luft diese Auseinandersetzung mit der "Islamfeindlichkeit" in Deutschland von Achim Bühl. Kritik an den grassierenden antimuslimischen Ressentiments hält der Rezensent natürlich für berechtigt. Dem Autor, Professor für Soziologie, geht es in seinen Augen allerdings weniger darum, die Sachlage differenziert zu analysieren, als um einen "politischen Kampf". Er moniert insbesondere, dass Bühl zahlreiche dubiose Quellen aus dem Internet heranzieht, grundlegende historische und religionswissenschaftliche Arbeiten aber nicht zur Kenntnis nimmt. Auch inhaltlich scheint ihm einiges fragwürdig. Bühls Kritik an Thilo Sarrazin und dessen Sprache ist seines Erachtens dagegen "lesenswert".
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