Aus dem Englischen von Michael Bayer, Enrico Heinemann und Eva-Maria Schnitzler. Ihre eigene Biografie und intime Kenntnis der islamischen Gesellschaften und Kultur sowie ihre Forschungen machen Ayaan Hirsi Ali zu einer der wichtigsten Stimmen in der Debatte über den Islam. Ihr neues, von Optimismus getragenes Buch, an dem sie seit Jahren arbeitet, kommt im richtigen Moment: Es nimmt die Terroranschläge in Paris zum Ausgangspunkt, bietet Einordnung und Hintergründe, vor allem aber bezieht Hirsi Ali klar Stellung: gegen einen erstarrten Islam und dessen Tolerierung durch den Westen. Und für eine Reformation ihrer Religion durch die Muslime, die sie bereits auf dem Weg sieht.
Ayaan Hirsi Ali ist umwerfend schön und hat einen IQ wie Albert Einstein, erklärt Rezensent Henryk M. Broder. Alis neues Buch, das laut Broder fünf Ansatzpunkte für eine Reformation des Islam präsentiert, u. a. die Scharia, die wörtliche Auslegung des Koran, den Primat des Lebens nach dem Tode, scheint ihm ein gelungenes Beispiel für den Schritt vom Glauben zum Wissen zu sein. Alis Hoffnung, die von ihr geforderte Reform des Islam möge sich durch das Internet bewerkstelligen oder beschleunigen lassen, kann der Rezensent jedoch nicht teilen. Für Broder scheint das Internet eher eine Propagandaplattform des Terrors zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2015
Rezensentin Regina Mönch möchte dem Beispiel von Ayaan Hirsi Ali folgen und sich kritisch mit dem Islam und seiner Geschichte auseinandersetzen, um eine Reform seiner antimodernen Konzepte, wie sie der Autorin vorschwebt, in Gang zu setzen. Hilfreich, dass Ali ruhig argumentiert und klare Ansagen macht, meint Mönch. Hilfreich auch insofern, als die Autorin ja die Debatte anstoßen möchte. Wer sich nicht auskennt, wird von Ali zunächst mit Fakten aus dem Leben Mohammeds und zur Scharia versorgt, meint Mönch. Die durch fünf Thesen und laut Mönch durch bewegende Beispiele untermauerte Aufforderung der Autorin, dem Arabischen Frühling neue globale Impulse zu geben, Muslime bei Reformen zu unterstützen, gibt die Rezensentin gern weiter.
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