Von Ovid bis Freud, von Canetti bis Deleuze/Guattari - Achim Geisenhanslüke setzt sich mit den seit der Antike überlieferten Figuren der Wolfsmänner auseinander und entwickelt eine Theoriegeschichte dieser sagenumwobenen Mischwesen. Die Analyse wird durch den ständigen Einbezug literarischer Texte u.a. von Schiller, Goethe, Stifter, Storm, Canetti, Hesse, London und Kipling sowie filmischer Überlieferungen ergänzt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.09.2018
Thomas Medicus hätte sich ein dickeres Buch gewünscht von Achim Geisenhanslüke, der den Wolf zum Schlüsselelement seiner Kulturtheorie macht, wie Medicus erklärt. Laut Rezensent hätte das dem Leser der Essayform geschuldete kryptische Momente erspart. Darüber hinaus scheint ihm die Spurensuche des Literaturwissenschaftlers in literarischen, philosophischen, kulturkritischen und psychoanalytischen Texten spannend genug zu sein für eine ausführlichere Behandlung. Repräsentationen des Wolfes entdeckt der Autor laut Medicus bei Storm und Stifter, Schiller und Goethe sowie in Filmen. Über kulturtheoretische Überlegungen zum Ausschluss des Anderen kommt der Autor zu einer "anthropologischen Grundstruktur von Macht" und zu einer aufklärerischen Dekonstruktion eines "kulturellen Phantasmas", schließt Medicus.
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