Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2005
Hoch preist der Rezensent Martin Z. Schröder die Sprechkunst des großen Schauspielers Erich Ponto. Von "Pontos Sorgfalt, seiner hörbaren Liebe zum Wort, diesem Auskosten der phonetischen Kräfte" fühlt er sich an Thomas Mann erinnert. Und auf Adalbert Stifter und diese Erzählung über zwei Kinder, die sich ins Eis verirren, lässt Schröder erst recht nichts kommen. Dennoch gibt es bei dieser Ausgrabung der Deutschen Grammophon aus dem Jahr 1953 ein Problem, das nicht zuletzt dadurch gravierend wird, so der Rezensent, dass es weder auf der CD noch im Booklet ("orthografisch mangelhaft") erwähnt wird: Der Text wurde massiv gekürzt, ein Teil der Entfaltung des "sozialen Mikrokosmos" geht schmerzlich verloren.
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