Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2005
Hoch preist der Rezensent Martin Z. Schröder die Sprechkunst des großen Schauspielers Erich Ponto. Von "Pontos Sorgfalt, seiner hörbaren Liebe zum Wort, diesem Auskosten der phonetischen Kräfte" fühlt er sich an Thomas Mann erinnert. Und auf Adalbert Stifter und diese Erzählung über zwei Kinder, die sich ins Eis verirren, lässt Schröder erst recht nichts kommen. Dennoch gibt es bei dieser Ausgrabung der Deutschen Grammophon aus dem Jahr 1953 ein Problem, das nicht zuletzt dadurch gravierend wird, so der Rezensent, dass es weder auf der CD noch im Booklet ("orthografisch mangelhaft") erwähnt wird: Der Text wurde massiv gekürzt, ein Teil der Entfaltung des "sozialen Mikrokosmos" geht schmerzlich verloren.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…