Was tun, wenn dir der Ausradierer an die Gurgel will, Alex dringend sehnsüchtig wartet, die Mathematik-Nachprüfung auch, dir deine geliebte weiße Maus abhanden kommt, der Hundsganove urplötzlich in der Türkei auftaucht, du auf dem Heimweg vom Schwimmbad in einen Banküberfall verwickelt wirst, dich in deinen Träumen der Hormonnebel immer dichter einschließt ... was tun? Für Kreiner, "den jüngsten Privatermittler auf allen schiefen Ebenen" kein Problem. Er geht hin und löst die Fälle.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 20.03.2003
Ralf Schweikart ist der Autorin und ihrem "liebevoll" karikierten Kinderdetektiv Kreiner mit Haut und Haar verfallen. Adelheid Dahimenes buntes Panoptikum wirke, "als hätten sich schillernde Comic-Figuren in die österreichische Welt eines 'Kottan ermittelt' verirrt". Und auch das Lesen selbst wird zu einer detektivischen Aufgabe, meint der angeregte Rezensent, wofür vor allem die mit ihren Sujets "aufs engste verwobene artifizielle Sprache" und die Fülle an Wortspielen und Bedeutungsverschiebungen sorgten. Unter dieser "Fabuliermaschine" leide zu Beginn bedauernswerterweise die Handlung ein wenig, die sich erst "warm laufen" müsse. Gespannt ist der Rezensent, wie das Buch bei den jungen Lesern ankommt, die Parodien auf ihre Helden erfahrungsgemäß skeptisch gegenüberstehen. Schweikart hofft auf ein gutes Ende, sind doch Dahimene und ihr Protagonist Kreiner "ein Team, das ihresgleichen sucht".
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