Herausgegeben von rotaprint 25. Mit zahlreichen Abbildungen und 1 CD-Rom mit allen Ausgaben der "agit 883". Untertitel: Zeitschrift für Agitation und sozialistische Praxis (ab Nr.13 im Impressum); Flugschrift für Agitation und sozialistische Praxis (ab Nr.37-51 im Impressum); Kampfblatt der kommunistischen Rebellen (Nr.63-65); Revolutionäre Aktion (ab Nr.84).
Dieser Band über die zwischen 1969 und 1972 publizierte Zeitschrift "agit 883" dokumentiert den Werdegang eines Mediums, das sich als Gegenblatt zur Springer-Presse und Plattform des linken, anarchischen, subkulturellen Westberlins verstand, erklärt Ansgar Warner. Er vollzieht in groben Zügen die Geschichte der Zeitung nach, die, wie er findet, gut sichtbar den Zwiespalt zwischen den neuen Ideen der 68er und der Gewaltbereitschaft der RAF abbildet. Dass sich diese Spaltung auch im Layout der Ausgaben niedergeschlagen hat, werde von den Herausgebern zwar angedeutet, bedauerlicherweise aber nicht weiter ausgeführt, so der Rezensent ein bisschen enttäuscht. Dafür kann man sich auf der dem Band beigelegten CD aber sämtliche Ausgaben selbst angucken, freut sich Warner. Für ihn zeigt der Band vor allem, dass sich die "agit 883"-Macher um eine moderne und originelle Grafik verdient machten und so auf sie keineswegs Hans-Magnus Enzensbergers Kritik der mangelnden "Medienkompetenz" der linken Presse insgesamt zutraf.
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