Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Bearbeitet von Franz Eibl und Hubert Zimmermann, Wissenschaftlicher Leiter Rainer A. Blasius. Die Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler am 21. Oktober 1969 war eine Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik. Die sozialliberale Koalition setzte neue Zeichen, vor allem in der Deutschland- und Ostpolitik. Aufschluß über den außenpolitischen Auftakt der Regierung Brandt/Scheel und den Ausklang der Regierung Kiesinger/Brandt gibt nun der Jahresband 1969 der "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland", der mit Ablauf der dreißigjährigen Aktensperrfrist eine Auswahl von 415 Dokumenten präsentiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2000
Nach Gregor Schöllgens Ansicht wird durch diesen Band sehr gut deutlich, wie sehr "das internationale Umfeld in Bewegung" war, als die sozial-liberale Koalition 1969 an der Regierung war. Er erinnert an den geplanten Rückzug der Amerikaner aus Vietnam, die Auseinandersetzungen zwischen der Sowjetunion und China oder die Verhandlungen der USA und der Sowjetunion um die Begrenzung der Atomwaffen. Besonders aufschlussreich erscheint Schöllgen darüber hinaus, dass hier deutlich wird, wieso 1969 die Verhandlungen zwischen dem deutschen Botschafter Helmut Allardt und dem sowjetischen Außenminister Andrej Gromyko scheitern mussten hinsichtlich der "Verträge mit Polen, der DDR und der Tschechoslowakei". Denn Gromyko habe damals auf der Unantastbarkeit der Grenzen und der `Anerkennung der Existenz` der DDR bestanden. Außerdem hebt Schöllgen die Passagen über de Gaulle hervor, die zeigen "wie genau und insgesamt zutreffend de Gaulle die Entwicklungen insbesondere der Sowjetunion beobachtete und analysierte". Großes Lob äußert der Rezensent darüber hinaus über den Anmerkungsapparat und die Register.
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