Aus dem Englischen von Peter Zentner und Lutz W. Wolff. Das "Beatles Songbook" verdankt seine Entstehung dem britischen Magazin- und Poster-Grafiker Alan Aldridge. Es enthält 100 Beatles-Texte, illustriert von eigens dazu eingeladenen Malern und Grafikern, darunter Erte, Ronald Searle und Tomi Ungerer. Heute, drei Jahrzehnte nach dem Ende der ebenso genialen wie legendären "Fab Four", gehört es zu den echten Klassikern der Popkultur.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.10.2000
Drei Bücher über die Beatles behandelt Konrad Heidkamp in seiner Rezension. Und er macht gleich zu Anfang klar, dass es sich bei seiner Lektüre eher um eine Pflichtübung gehandelt hat, der man auch etwas Nettes abgewinnen kann, wenn man möchte - wie etwa der Einladung einer ältlichen Nachbarin zu Tee und After-Eight.
1) "The Beatles Anthology"
In dem "kiloschweren Hauptwerk" macht Konrad alte Schmonzetten, Kleinteiliges und auch Großartiges aus, aber vor allem lauter Dinge, die man schon x-mal gelesen hat. Das findet er zum Teil ganz amüsant, aber schließlich doch ermüdend, sind doch die einstigen Ikonen nur noch "Zitate ihrer selbst". Aber die vielen Bilder, meint Heidkamp, heben das Buch wohl doch auf "Weihnachtsniveau".
2) Ian McDonald: "The Beatles. Das Song-Lexikon"
In diesem Buch mit dem etwas irreführenden Titel sieht Heidkamp das "wohl intelligenteste und grundlegendste Werk zum Phänomen". Lied für Lied erzählt McDonald hierin laut Heidkamp die Geschichte der Beatles. Und manchmal, freut sich Heidkamp, sei darin sogar von Musik die Rede.
3) Alan Aldridge (Hrsg.): "The Beatles Songbook"
Als Ergänzung zu Biografie und Anthologie empfiehlt Heidkamp "das Buch zum Träumen und Mitsingen". Höchst erfrischend findet er dessen Mischung aus Banalem und Bedeutendem. Pop eben.
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