Tine Pelerine ist ein zartes Mädchen. Aber zimperlich ist sie nicht. Ihre Mutter nennt sie "tapferzart". Die Mutter arbeitet irgendwo in der Ferne und Tine Pelerines größter Wunsch ist, dass sie endlich zurückkommt. Damit sich dieser Wunsch erfüllt, muss Tine Pelerine einige Tage im tanzenden Häuschen aushalten, sagt der Regenkönig. Dort trifft sie eine prächtige Kamelstute, den großen Bären Brim-Brim, eine Schafherde mit Nachnamen Bel und die Schlimme Hedwig, eine aufgedonnerte Pudeldame. Sie schließt Freundschaft mit der Ginsterkatze Klarinette und wehrt sich gegen Mops Dreibein. Denn nicht alle sind Tine Pelerine wohlgesonnen und manchmal gibt es ja auch mit Freunden Streit. Es ist nicht leicht, die Tage im tanzenden Häuschen gut zu überstehen, aber Tine Pelerine schafft es und kommt damit der Erfüllung ihres Wunsches ganz nah.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.07.2015
Albert Wendts "Das tanzende Häuschen" ist ein wundervolles Märchen, das ganz ohne einfache Moral auskommt, berichtet Siggi Seuss. Wendt erzählt von Tine Pellerine, die ihrem Onkel ausbüxt und im "Hotel zum dicken Fell" Unterschlupf findet, wo sie die Fürsorge einer gewissen Madame Kamel genießt und sich mit den bemerkenswerten anderen Gästen - "Dickhäuter, Pelztiere und Zottelmonster", verrät der Rezensent - anfreundet. Die Geschichte zeigt in einfacher, hin und wieder auch wunderbar altmodischer Sprache, wie wichtig Wärme, Verständnis und Vertrauen sind und hält auch das ein oder andere Augenzwinkern für Vorleser bereit, verspricht Seuss.
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