Gerhard Ebeling (1912-2001) hat die deutschsprachige evangelische Theologie nach 1945 maßgeblich gestaltet. Als führender Lutherforscher, Hermeneutiker, Dogmatiker und Fundamentaltheologe, dazu als einflussreicher Wissenschaftsorganisator prägte er über Jahrzehnte hinweg die Konturen und Konstellationen theologischer Sachreflexion. Auf der Grundlage eines reichhaltigen, zu erheblichen Teilen in Privatarchiven verwahrten Quellenmaterials entsteht das theologische Charakterbild eines Menschen, dem es in ungewöhnlicher, weit ausstrahlender, bis in die Gegenwart vital fortwirkender Weise vergönnt war, Leben in Werk zu verwandeln.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.08.2012
Albrecht Beutels Biografie des Theologen Gerhard Ebeling hat Friedrich Wilhelm Graf sichtlich beeindruckt. Er würdigt Ebeling als einen der bedeutendsten Luther-Forscher und systematischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Biografie von Ebelings Schüler Beutel zeichnet sich für ihn durch ihre Verbindung von Akribie, Faktenreichtum und Empathie aus. Er lobt die genaue Rekonstruktion des wissenschaftlichen Nachlasses und die zurückhaltende Beschreibung und Deutung von Ebelings Leben und Konflikten. Dem Autor gelingt es nach Ansicht von Graf trotz seiner Nähe zu Ebeling eine "nüchtern sachliche Distanz" zu bewahren. Sein Fazit: ein hochkonzentriertes Werk, das die Bedeutung des Theologen auch für die Gegenwart deutlich macht.
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