Aus dem Italienischen von Annette Kopetzky. Karl der Große (748 - 814) gehört zu den bedeutenden Gestalten der mittelalterlichen Geschichte, die die Grundlagen Europas schufen. Der Karls-Mythos dauert bis heute an. Eindrucksvoll verknüpft der Autor die Darstellung des politischen Lebens mit den gesellschaftlichen Entwicklungen im Europa jener Zeit, die sich nicht nur an den Höfen, sondern auch in den Klöstern und Abteien, Grafschaften und Diözesen und in der Welt der einfachen freien und unfreien Männer und Frauen vollzogen. Alessandro Barbero schöpft in seiner anschaulich geschriebenen Darstellung aus einer intensiven Beschäftigung mit den Quellen. Er schildert die kriegerischen Auseinandersetzungen der Franken und berichtet von den diplomatischen Verwicklungen mit Byzanz. Hofakademie, Bildungsreform und Kunst sind beeindruckende Zeugnisse für das von Karl geförderte Programm der kulturellen und wirtschaftlichen Erneuerung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2007
Erfreut zeigt sich Christian Jostmann von dieser "erfrischenden" Biografie über Karl den Großen des italienischen Historikers Alessandro Barbero, die jetzt auch in deutscher Sprache vorliegt. Wenn der Autor dem großen Reformator zunächst mit dem "Blick des Italieners" begegnet, gibt er diesen schnell zu Gunsten einer "transalpinen Perspektive" auf, freut sich der Rezensent. Auf diese Weise erhalte man dann ein umfangreiches Bild von jenem "großen Volkspädagogen", dem man wohl den "historischen Kern des alten Europas" zu verdanken habe. Dem Piemontesen, der hier "anschaulich, flott und ohne jede Pedanterie" schreibt, ist es hier gelungen, "einen mehr als tausendjährigen Mythos in moderner, eingängiger Sprache zu erzählen", findet Jostmann.
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