Ein Jahre alter Mythos, ein nie verstummendes Gerücht wird Buch. Alex Sadkowskys 2000 Seiten umfassende Liebesgeschichte kommt in vier Etappen in die Buchhandlungen. "Die chinesische Wespe" ist der erste Teil. Allan Hertzmark, Flaneur und Erfinder künstlicher Schuhe trifft in einem Schwimmbad auf Leslie McSweeney, wo sie als Hilfsspritzerin stundenweise arbeitet. Leslie verliebt sich in ihn und er besucht die Malakademie für Elefanten, die sie führt. Dort fällt er von Tiefschlaf in Tiefschlaf und glaubt daran, eine Generation lang geschlafen zu haben ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2002
Ein "literarisches Feuerwerk" verspricht der vergnügte Rezensent Gieri Cavelty begeistert dem Leser, vermeidet aber klug eine interpretierende, analytische Zuordnung dieses Romans: Der Autor, Dichter und Maler Alex Sadkowsky hat, wie Cavelty erwartet, ein Buch geschrieben, welches in kein Genre so richtig hineinpassen will. Dieser "Roman", der erste Band einer 2000 Seiten langen "Geschichte einer Liebe", macht den Rezensenten mit seinen eigenen Grenzen vertraut, und er zitiert in seiner Besprechung fleißig Künstler aus dem wirklichen Leben wie auch eine Kunstfigur aus dem Buch, um Lebenshaltung und -ausdruck sichtbar zu machen. Der Autor schreibt wie "Friedericke Mayröcker von sich sagt, 'mit der Haut, mit den Haaren, mit den Augen, den Zähnen ...'" und so verwundern "Sprachbilder von atemberaubender Schönheit" und die surrealistisch anmutende Schreibweise Cavelty nicht, eher schon "gesellschaftskritische Strudel", die ihn an Joyce denken lassen. Der Rezensent lädt jeden Leser ein, als weiteres Alter Ego des Ich-Erzählers Allan Hertzmark "Beziehungsakrobatik mit sich selbst" zu betreiben und konstitutiver Teil des Textes zu werden.
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