Mit 14 Abbildungen und 8 Tabellen. In diesem Buch werden Kinderfürsorge und Anstaltserziehung der Stadt Zürich vom 17. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht. Eine der sozialpolitischen Maßnahmen der staatlich organisierten Armen- bzw. Kinderfürsorge war die Versorgung in einer Anstalt. Mit dem Waisenhaus von Zürich wird eine der wichtigsten sozialen Institutionen dieser Stadt vorgestellt. Erstmals wird hier anhand eines exakten Vergleichs von Waisenhausordnungen die Entwicklung von Verwaltungsorganisation und Erziehungskonzeption in einer öffentlichen Waisenanstalt unter Berücksichtigung der politischen, sozialen und geistigen Zeitströmungen analysiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2001
Man könnte meinen, schreibt Bernd Roeck, Maria Crespo habe zu viel Dickens gelesen. Doch die düsteren Bilder und Schilderungen von zerlumpten, verkrüppelten, verwilderten und halbverhungerten Kindern seien alle aus dem statistischen Material herauszulesen, das die Autorin für ihre Geschichte des Zürcher Waisenhauses bearbeitet habe. Von einem besonderen Kapitel der Kinderfürsorge und Anstaltserziehung berichte Crespo: die Anfänge der Kinderfürsorge im Zürcher Waisenhaus (das anfangs nur eheliche Kinder aufnahm!) fielen zusammen mit der Institutionalisierung des Zucht- und Arbeitshauses. Erst relativ spät, im 18. Jahrhundert, habe man begriffen, resümiert Roeck, dass die Kasernierung der Kinder im Zuchthausumfeld nicht unbedingt zur sittlichen Bildung und Besserung der kleinen Wesen geeignet sei. Und erst im 19. Jahrhundert habe man die Zuchthausstrafe als Erziehungsmittel von Waisen gänzlich abgeschafft.
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