S. A. Cosby

Blacktop Wasteland

Kriminalroman
Cover: Blacktop Wasteland
Ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2021
ISBN 9783747202203
Gebunden, 320 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger. Beauregard "Bug" Montage ist ein ehrlicher Automechaniker und liebender Familienmensch. Außerdem ist er von North Carolina bis Florida als bester Fluchtwagenfahrer der gesamten Ostküste bekannt. Bug saß aber lange genug im Gefängnis und weiß, dass er als Krimineller keine Zukunft hat. Als jedoch sein behutsam aufgebautes Familien- und Berufsleben aus finanziellen Gründen in Gefahr gerät, findet er sich schnell auf der schiefen Bahn wieder. Bei einem Banküberfall setzt er sich noch einmal hinters Steuer, weil er keine andere Wahl zu haben scheint, doch die Sache geht fürchterlich schief - und bald hat Bug nicht nur die Polizei im Nacken, sondern auch Gegner, die völlig unberechenbar sind ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2021

Rezensent Kai Spanke lobt S. A. Cosbys Thriller "Blacktop Wasteland". Der amerikanische Autor beschreibt darin, wie der Protagonist Beauregard Montage durch seine finanzielle Not in die Kriminalität zurückfällt, erklärt Spanke. Die Thematik kennt der Rezensent zwar, doch die "feinen Unterschiede" zu anderen Krimis, z.B. die Vaterschaft des Protagonisten und Virginia als eher untypischen Handlungsort machen die Geschichte zu einer besonderen, meint er. Das liege auch daran, dass Cosby nur wenig Text benötigt, um seine Figuren und deren oftmals tragische Vergangenheit greifbar zu machen. Doch vor allem in den plastischen Gewaltszenen beweist der Autor sein Talent, merkt Spanke an. Nur die Dramaturgie des Finales empfindet der Rezensent als störend, doch diesen kleinen Ausrutscher kann er dem Autor verzeihen. Und auch dafür, dass Jürgen Bürger in seiner eigentlich gelungenen deutschen Übersetzung Schwierigkeiten mit den "hingerotzten Idiomen" des Originals hatte kann er schlussendlich Verständnis aufbringen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.04.2021

Ob Rezensentin Sylvia Staude dieses Buch voller "Verfolgungsjagden, Schießereien und Fontänen von Blut" gerne gelesen hat, verrät sie uns nicht so ganz. Aber gut gefallen hat ihr offenbar, wie ein abwesender Vater und das Prekäre eines Lebens ohne Kranken- und Sozialversicherung als wichtiger Player in der Karriere eines kriminellen Amerikaners, der lange versuchte, ehrlich zu leben, dargestellt werden. Sie weist auch auf eine Frau hin, die sich in diesem "amerikanischen Noir" gegen den Sog in den Absturz stemmt, aber sie warnt auch, dass offen bleibt, ob sie damit Erfolg haben wird.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 01.04.2021

Rezensent Kolja Mensing findet sauber gedrechselte Action und atemberaubenden Thrill in S. A. Cosbys Crime, der schon die Bestenlisten erklimmt, wie Mensing mitteilt. Und völlig zu Recht, wie der Rezensent findet, da die Geschichte um einen unverbesserlichen Fluchtwagenfahrer im rassistischen amerikanischen Hinterland ungeheuer viel Tempo aufnimmt, unaufhaltsam aufs Desaster zusteuert und sich unterwegs noch Zeit nimmt für Reflexionen über das Verhältnis von Mensch und Maschine, bevor sie schon wieder weiterrast. Verfolgungsjagden wie diese sind Mensing lange nicht in einem Buch begegnet.