Was macht ein Diplomat auf vier Kontinenten, in fünf Sprachen und sechs Kulturen? Ist er Bürokrat im Zweireiher oder Buschmann im Wickelrock - oder beides, je nach Anlass? Hat der Vertreter / die Vertreterin dieses Berufsstandes ein bequemes Leben mit viel Freizeit, oder ist er/sie unermüdlich im Dienst, im Interesse des Heimatlandes und einer friedlicheren Welt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2013
Daniel Kosthorst kennt durchaus spannenden Diplomatenbücher, die beiden jüngsten Erinnerungen von Wolfram Dufner und Alexander Mühlen gehören nicht dazu. Natürlich schildern die beiden Ex-Diplomaten in ihren Bücher amüsante Begebenheiten oder interessante Begegnungen, Dufner offenbar in steiferem, Mühlen in lockererem Ton. Aber besonders relevant für die Nachwelt findet er nichts von den Gelesenem. Ein Diplomatenleben kann aufregend sein, gibt er nachfolgenden Kollegen mit auf den Weg, doch sonderlich spannend ist es für die Nachwelt schon lange nicht mehr.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…