Zwei Bände. Kritische Untersuchung zur historischen Entwickung der geographischen Kenntnisse von der neuen Welt und den Fortschritten der nautischen Astronomie im 15. und 16. Jahrhundert
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN
9783458174356 Gebunden, 781 Seiten, 98,00
EUR
Mit dem Geographischen und physischen Atlas der Äquinoktial-Gegenden des Neuen Kontinents Alexander von Humboldts sowie dem Unsichtbaren Atlas der von ihm untersuchten Kartenwerke.
Fährt er zur Quellensuche nach Weimar, Antwerpen und Nürnberg oder bleibt er daheim und nimmt sich zum 150. Todestag des großen Entdeckers die Neuübersetzung von Alexander von Humboldts Hauptwerk vor? Jürgen Berger kommt zu dem Schluss, dass die Versenkung in den Textband und in den Bildband die lange Reise erspart. Humboldts "erzählerischer Esprit", seine langen Beweisführungen ("kongenial" übersetzt) sowie seine Skizzen und Zeichnungen von der Forschungsreise nach Südamerika, die dem Rezensenten mal wie computertomografische Drucke, mal haarsträubend exakt erscheinen, findet Berger aufschlussreich genug. Im Textband erfährt er über Humboldts kritische Auseinandersetzung mit Kolumbus und kann beim Blättern im Bildband erkennen, um wie vieles genauer die Darstellung der Neuen Welt zu Humboldts Zeiten war - auch ohne den Lesesessel zu verlassen.
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