Im Juni 1799 brach Alexander von Humboldt zu seiner legendären Forschungsreise auf, die ihn quer durch Süd- und Mittelamerika führte - über reißende Ströme, durch bedrohliche Dschungel, in endlos tiefe Höhlenlabyrinthe und bis auf die höchsten Vulkane. Erst 1804 kehrte er nach Europa zurück. Diese Reise war zweifellos der Höhepunkt seines Schaffens - und die Verwirklichung eines lang gehegten Traums. Rund zweihundert Jahre später folgte der Autor Werner Biermann Humboldts Route. Genau wie die damalige Expedition passierte er gefährliche Katarakte am Amazonas, durchquerte er den Dschungel und bestieg die Gipfel der Anden. In diesem Buch zeichnet er nun Humboldts epochale Reise nach. Auf der Grundlage von Tagebuchaufzeichnungen und anderen bislang wenig bekannten Quellen schildert er Humboldts abenteuerliche Begegnungen, etwa mit den Indiostämmen am Rio Negro und mit Thomas Jefferson in Washington, ebenso wie seine atemberaubenden Entdeckungen, darunter die sagenumwobene Wasserverbindung von Amazonas und Orinoko und die vertikalen Klimazonen am Äquator.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.07.2008
Carlos Widmann ist nicht so wahnsinnig gesprächig, was das Buch betrifft. Werner Biermann hat ein "spannendes" Buch verfasst, das seinen Versuch dokumentiert, mittels heutiger Verkehrsmittel den Spuren Alexander von Humboldts um den Globus zu folgen. So weit so gut. Den unüberbrückbaren Hiat der Zeit kann Widmann auf jeder Seite spüren, jede Menge Zitate eröffnen ihm eine "populäre" Perspektive. Besser als den ganzen Humboldt lesen zu müssen, ist das allemal, gibt Widmann zu verstehen. Was den Autor noch beschäftigt, Humboldts sexuelle Vorlieben zum Beispiel, findet Widmann dagegen weniger interessant.
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