Aus dem Amerikanischen von Christa Prummer-Lehmair, Sonja Schuhmacher, Thomas Wollermann und Bernhard Jendricke. Mit zahlreichen Abbildungen, Grafiken und Karten. Wie viel Staat muss sein? Nach "Warum Nationen scheitern?" widmen sich der Ökonom Daron Acemoglu und der Politologe James A. Robinson in ihrem neuen Buch dieser fundamentalen Frage. Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Milizen in Libyen, Einschränkung der Presse- und Demonstrationsfreiheit in der Türkei, Umerziehungslager in Nordkorea. Gegenwärtig erleben wir viele Staaten als problematisch: sie sind entweder gescheitert, überreguliert oder despotisch. Aber wie viel Staat ist denn eigentlich notwendig? Anhand zahlreicher historischer und aktueller Beispiele - vom antiken Griechenland über Deutschland im Nationalsozialismus bis zum heutigen China - zeigen sie: Wohlstand, Sicherheit und Freiheit sind in hohem Maße von dem richtigen Rahmen abhängig, in dem der ewige Kampf um Macht zwischen Staat und Gesellschaft ausgetragen wird. Eine Analyse, die demonstriert: Ein starker Staat und eine starke Gesellschaft sind kein Widerspruch, sondern bedingen sich gegenseitig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2020
Frank Decker bietet das Buch der beiden amerikanischen Ökonomen Daron Acemoglu und James Robinson vor allem Instrumente, die Einblicke in die vergleichende Geschichte von Staaten vermittelt. Genaueres über Gelingen und Scheitern einzelner Demokratien erfährt er dagegen nicht, weil die Autoren zu rasch von einem Beispiel zum nächsten springen und nur beim Beispiel USA länger verweilen, wie er feststellt. Eingängig findet Decker allerdings die Bilder, die Acemoglu und Robinson für ihre Theorie finden, wonach Freiheit und Demokratie einen starken Staat und eine ebenso starke Gesellschaft voraussetzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2019
Eine eingeschränkte Empfehlung gibt Christoph Dorner für dieses Buch. Soweit es nämlich eine nahezu überhistorische "Großerzählung" zum Thema der Gewaltenkontrolle bietet, hat der Kritiker dieses "kenntnisreiche" Buch gerne gelesen. Auf der Ebene einer mit feinerem Kamm gekämmten "vergleichenden Politikwissenschaft" allerdings hat es ihn enttäuscht. Mit dem wiedererweckten Hobbes'schen Begriff des "Leviathan", so der Rezensent, wird ein der heutigen Situation wenig angemessenes Analyseinstrument eingeführt. Und Christoph Dorner weist uns darauf hin, dass die Art von sozialdemokratisch-regulierendem Eingreifen, die am Ende vorgeschlagen wird, etwa den Forderungen linker Demokraten wie Bernie Sanders in den USA entspräche.
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