Der Erfindergeist der Tiere
Werkzeuge, Ideen und Innovationen

Christian Brandstätter Verlag, Wien 2025
ISBN
9783710608582
Gebunden, 200 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Blaumeisen, die Milchflaschen knacken, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Alice Auersperg gibt uns einzigartige Einblicke in die faszinierende Welt der Kreativität und des Erfindergeists der Tierwelt. Denn wir Menschen sind nicht einzigartig in unserer Fähigkeit, Neues zu schaffen und Probleme zu lösen. Auerspergs überraschende, auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Entdeckungsreise schenkt uns ein tieferes Verständnis tierischer Intelligenz und einen neuen Blick auf die Entwicklung der menschlichen Kognition. Entdecken wir, wie nah uns Tiere wirklich sind, und lassen wir uns von ihren Werkzeugkisten inspirieren!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2025
Fasziniert berichtet Rezensenten Manuela Lenzen von den Erkenntnissen über die Intelligenz von Tieren, die die an einem veterinärmedizinischen Institut forschende Alice Auersperg hier zusammenträgt. Immer mehr Intelligenz traut die Forschung Tieren zu, erfahren wir, und zwar weil die Forschungsmethoden kreativer werden. Um herauszufinden, wie Tiere lernen, Probleme zu lösen, bauen Forscher komplexe Abenteuerspielplätze für Tiere, wo sie mit Belohnungen gelockt werden und neue Strategien ausprobieren können. Auersperg beschreibt laut Lenzen einige Probleme, auf die die Wissenschaft in diesem Zusammenhang stößt, unter anderem ist es manchmal gar nicht so leicht, Aufgaben zu stellen, die die Tiere tatsächlich herausfordern, außerdem ist es kaum möglich, die Intelligenz verschiedener Tiere in eine Rangfolge zu bringen, da verschiedene Arten ganz unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen. Wichtig ist aber, erläutert Lenzen, in jedem Fall der Werkzeuggebrauch und hier haben Menschen einen Vorteil: Sie können als einzige zwei Werkzeuge gleichzeitig benutzen. Extrem wichtig ist weiterhin für den Intelligenzerwerb eine spielerische Herangehensweise, lernt Lenzen, die das Buch empfehlen kann.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.03.2025
Rezensent Michael Lange lässt sich von Alice Auersperg in Erstaunen versetzen über den "Erfindungsgeist der Tiere". Lange Zeit glaubte man, Menschen seien die einzigen, die Neues schaffen, die lernen und Werkzeuge entwickeln können. Dass diese Ansicht inzwischen als widerlegt gilt, ist auch Alice Auersperg zu verdanken, weiß der Rezensent. In ihrem Buch lädt die Kognitionsforscherin dazu ein, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten, lesen wir. Detailreich, informativ und dennoch unterhaltsam beschreibt die Forscherin neben etlichen Beispielen von Tieren, die lernen, komplizierte Probleme zu lösen, auch ihre eigenen Experimente. Dabei gelingt es ihr immer wieder, Leserinnen und Leser mit ihrer Faszination anzustecken und unseren Blick auf die Tierwelt und damit auch das Verhältnis zwischen Mensch und Tier nachhaltig zu verändern, so der begeisterte Rezensent.